Jahresbericht 2011 des LABOR SPIEZ
Das Schweizerische Institut für ABC-Schutz in Spiez hat seinen Jahresbericht etwas ausführlicher gestaltet. Unter anderem befassten sich die Spiezer Fachleute ausführlich mit folgenden Themen:
Die Physiker analysieren die anspruchsvollen Dekontaminationsarbeiten im japanischen Fukushima und beschreiben, welche Herausforderungen in dieser Hinsicht auf die Schweiz nach einer ähnlichen Nuklearkatastrophe zukommen könnten. Die Chemiker untersuchen, ob sich so genannte Mikroreaktor-Systeme – eine Art Labor im Kleinstformat - für die illegale Herstellung von chemischen Kampfstoffen eignen, und die Biologen berichten über die laufende mikrobiologische Überwachung von neu auftretenden Mückenarten, welche in der Schweiz unter Umständen exotische Krankheitserreger verbreiten könnten.
Generell stand das vergangene Jahr stand für die Spiezer im Zeichen der internationalen Ausrichtung: Seit Juni 2011 unterstützt das LABOR SPIEZ das Internationale Komitee vom Roten Kreuz IKRK beim Aufbau von Kompetenzen zur Bewältigung von ABC-Ereignissen, und seit Ende 2011 ist es Teil des weltweiten Labornetzwerks der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA).
Bild: Arbeiter entfernen zur Dekontamination die oberste Schicht Erde auf dem Spielplatz einer Schule in der Präfektur Fukushima (Reuters)

