Seite drucken | Fenster schliessen
Eidgenössisches Departement für Verteidigung,
Bevölkerungsschutz und Sport

Die Rekrutierungszahlen für 2008

11.01.2009
Im Jahr 2008 rekrutierte die Armee 38'597 (im Vorjahr 39'686) Stellungspflichtige. 1519 (1493) junge Schweizerinnen und Schweizer wurden zurückgestellt. Das entspricht 3,94% (2,69%), somit sind 37'078 endgültig beurteilt worden. Davon waren 23'940 oder 64,57% (25'321 oder 66,32%) militärdiensttauglich und 5'927 oder 15,98% (6'113 oder 16,01%) schutzdiensttauglich. 7'211 oder 19,45% Stellungspflichtige waren weder militärdienst- noch schutzdiensttauglich (6'748 oder 17,67%).

Die dreitägige Rekrutierung mit gründlichen medizinischen und psychologischen Abklärungen und die sorgfältige, differenzierte Funktionszuteilung entfaltet in weiterhin zunehmendem Masse ihre Wirkung: Die Zahl der für den Militärdienst untauglich erklärten Rekruten ist weiterhin rückläufig, so dass der Prozentsatz der am Ende der RS militärdiensttauglichen Stellungspflichtigen mit 60 % gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben ist. Von den während der RS für den Militärdienst untauglich erklärten Rekruten sind rund die Hälfte schutzdiensttauglich geworden. Damit ergibt sich Ende RS eine Erhöhung der Schutzdiensttauglichen auf 18.3 % der Stellungspflichtigen. Die Reduktion von Ausfällen während der RS auf einen Viertel im Vergleich zur alten Aushebung der Armee 95 ermöglicht jährliche Einsparungen an unnützen Diensttagen und Ausgaben von über 10 Millionen Franken. In der anonymen Befragung am Ende der Rekrutierung gaben 95% der Stellungspflichtigen an, sie seien mit der zugeteilten Funktion zufrieden oder sehr zufrieden. Die Befragung nach dem Ziel der Stellungspflichtigen bezüglich Tauglichkeitsentscheid ergab (Auswertung der ersten 25'000 Fragebogen des Jahres): Tauglich für Militärdienst: 68.1% (Vorjahr 58.9%); kein besonderer Tauglichkeitswunsch: 12.7% (9.6%); tauglich für Schutzdienst: 12.9% (21.0%); ziviler Ersatzdienst: 2.4% (2.5%); weder tauglich für Militärdienst noch für Schutzdienst: 3.9% (7.0%)
 
Im Vergleich der Kantone weist Nidwalden mit 77,69% die höchste Tauglichkeitsrate auf gefolgt von Luzern (77,12%) und Appenzell I.Rh. (76,34%). Die tiefsten Tauglichkeitsraten weisen die Kantone Genf (52,19%), Zürich (56.01%) und Wallis (56,40%) auf. Erstmals sind die kantonalen Unterschiede deutlich zurückgegangen. Die Tauglichkeitsraten werden nachweislich beeinflusst durch Faktoren wie Anteil der grossstädtischen Bevölkerung, Gesundheitskosten und sportliche Leistungsfähigkeit und widerspiegeln damit den Gesundheitszustand der stellungspflichtigen Bevölkerung.

Die Anzahl der Frauen ist praktisch gleich geblieben. 2008 liessen sich 157 Frauen freiwillig rekrutieren (2007: 160). Davon waren 124 (78,98%) diensttauglich (2007: 127/79,37%) und 14 (8,91%) dienstuntauglich (2007:22/13,75%). 2 Frauen (1,27%) wurden für eine spätere Rekrutierung zurückgestellt (2007:5/3,12%). 34 Frauen (27,41%) haben sich entschieden, ihre Dienstzeit als Durchdiener zu leisten (2007:21/16,53%). Insgesamt konnten im Jahr 2008 2382 (2007: 3357 / 2006: 3485) Durchdiener rekrutiert werden. Hier wurden die Anforderungen erhöht.

Adresse für Rückfragen:
Gianpiero Lupi
Oberfeldarzt
079 432 06 20
Herausgeber:
Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport
Für Fragen zu dieser Seite: Kommunikation VBS

Dokumente, Links