«Aktiv an der Entwicklung junger Talente mitzuwirken, ist besonders motivierend»
Hélène Maystre arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im BASPO. Ihr Tätigkeitsgebiet ist topaktuell: Sie begleitet die Weiterentwicklung des Frauenfussballs in der Schweiz. Im Interview spricht sie über ihre Aufgaben, die sie im Arbeitsalltag beschäftigen.

Hélène Maystre, das, was Sie tun, ist für Sportlerinnen, Sportler oder Personen, die im Sportbereich arbeiten wollen, ein Traumjob. War eine solche Stelle schon immer Ihr Wunsch?
Ja, das kann man so sagen! Ich habe mich für die Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen (EHSM) entschieden, weil ich mitten im Schweizer Spitzensport lernen wollte. Und meine heutige Stelle war am Ende meines Masterstudiums vor acht Jahren tatsächlich mein «Traumjob».
Sie haben beim BASPO mit einem Hochschulpraktikum begonnen. Erzählen Sie uns etwas über Ihre Stationen.
Ich absolvierte das Praktikum in einer Forschungsgruppe, nämlich in der Sportphysiologie mit Schwerpunkt Kraftsport. Während des Praktikums sagte ich mir immer wieder, dass ich gerne in der Forschungs- und Dienstleistungsgruppe arbeiten würde, in der ich jetzt tätig bin. Die Schwerpunkte dort sprachen mich noch besser an.
Nach meinem Praktikum im Januar 2018 habe ich aufmerksam nach Möglichkeiten in dieser Gruppe gesucht. Als dann eine Stelle frei wurde, hatte ich das grosse Glück, im Jahr 2021 meine Arbeit in der Sportphysiologie Spielsport Gruppe beginnen zu können.
Welche Aufgaben haben Sie jetzt in dieser Forschungsgruppe Spielsport?
Meine Aufgaben umfassen einerseits die Erbringung von Dienstleistungen wie die Durchführung von Leistungstests für die Nationalmannschaften (von der U15 bis zur A-Nationalmannschaft). Andererseits bin ich für die wissenschaftliche Unterstützung des Schweizerischen Fussballverbands, insbesondere im Bereich des Frauenfussballs, zuständig. Ein weiterer wichtiger Aspekt meiner Arbeit ist dann die wissenschaftliche Forschung.

Welche fachlichen und persönlichen Eigenschaften sind für Ihre Aufgaben wesentlich?
In erster Linie sind gute Fachkenntnisse in der Sportwissenschaft, insbesondere in den Bereichen Sportphysiologie und Leistungsdiagnostik, wichtig. Darüber hinaus sind ein gutes Verständnis für die spezifischen Bedürfnisse der Athletinnen und Athleten sowie die Fähigkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse praktisch anzuwenden, essenziell.
Schliesslich ist Sorgfalt eine der wichtigsten Eigenschaften. Im Spitzensport hängen die Ergebnisse oft von den kleinsten Details ab, weshalb präzise und gewissenhafte Arbeit in jeder Phase des Prozesses unerlässlich ist.
Sie haben mehrmals von der Gruppe gesprochen. Die Zusammenarbeit mit Ihren Kolleginnen und Kollegen dürfte sehr wichtig sein.
Teamwork und Teamfähigkeit sind von grosser Bedeutung. Viele Aufgaben sind intensiv und herausfordernd. In solchen Momenten ist es eine grosse Hilfe, im Team zusammenzuarbeiten und nicht alles allein bewältigen zu müssen. Gute Kommunikationsfähigkeiten sind dabei unerlässlich.
Was gefällt Ihnen im BASPO besonders?
Vieles! Mich motiviert sehr, aktiv an der Entwicklung junger Schweizer Talente mitwirken zu können. Die Arbeit mit jungen Menschen macht mir sehr viel Freude. Besonders spannend finde ich es, sie in ihrer sportlichen und persönlichen Entwicklung zu unterstützen.
Ich schätze auch die Flexibilität und Selbstständigkeit: Ich leite Projekte eigenständig und kann dabei immer auf die Unterstützung des Teams zählen. Diese Autonomie ermöglicht es mir, meine Ideen zu entwickeln und kreativ zu arbeiten, was in der Forschung besonders wichtig ist.
Und vermutlich spielt auch Magglingen mit seinem besonderen «Esprit» eine wichtige Rolle?
Magglingen ist einfach wunderschön. Das neue Gebäude und die modernen Forschungs- und Messinstrumente bieten optimale Arbeitsbedingungen. Natürlich sind es auch die Kolleginnen und Kollegen, mit denen es Spass macht, zusammenzuarbeiten. Und das vertrauensvolle Arbeitsklima macht meine Arbeit so besonders. Ich bin happy, diese Stelle im BASPO zu haben!
Zur Person
Hélène Maystre schloss 2018 ihr Studium der Sportwissenschaften mit Schwerpunkt Training und Leistung an der Universität Lausanne ab. Für ihren Masterabschluss absolvierte sie zwei Praktika: 2017 bei der Canadian Soccer Association mit der Frauen-A-Nationalmannschaft und beim Bundesamt für Sport (BASPO). Seit 2021 ist sie beim BASPO fest angestellt.
In ihrer Freizeit ist sie oft mit dem Fahrrad unterwegs und engagiert sich ehrenamtlich bei Sportveranstaltungen im Kanton Waadt.
