Brandkatastrophe von Crans-Montana: Bundesrat Pfister besucht die Nationale Alarmzentrale im Bundesamt für Bevölkerungsschutz
Über die Nationale Alarmzentrale wurde die Verlegung von Patientinnen und Patienten via dem europäischen Union Civil Protection Mechanism UCPM koordiniert. Zur Nationalen Aalarmzentrale gehört seit 2023 der Nationale Verbund Katastrophenmedizin KATAMED (ehem. Koordinierter Sanitätsdienst KSD). Bundesrat Pfister informierte sich über den Stand der Arbeiten sowie über die Zusammenarbeit mit den in- und ausländischen Stellen und die Herausforderungen in Zusammenhang mit dem Einsatz. Er bedankte sich bei den engagierten Mitarbeitenden für ihren Beitrag zur Bewältigung der Brandkatastrophe.
Kommunikation BABS
Die Schweiz hatte bereits am 1. Januar 2026 nach Kontakten zwischen der Nationalen Alarmzentrale und dem Emergency Response Coordination Centre ERCC der EU ein formelles Gesuch um Unterstützung durch den Union Civil Protection Mechanism UCPM gestellt. In Zusammenarbeit mit den Schweizer Spitälern, die Patientinnen und Patienten aus Crans-Montana betreuen, der Rega, dem Emergency Response Coordination Centre ERCC sowie weiteren beteiligten Organisationen koordinierte die Nationale Alarmzentrale die medizinischen Evakuationen. Zwischen dem 3. und 6. Januar 2026 konnten 38 Patientinnen und Patienten mit schweren Verbrennungen für eine bestmögliche Behandlung in Spezialkliniken nach Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien verlegt werden.
Bestmögliche Versorgung gewährleisten
Bei jeder Verlegung wurden die Transporte zum Flughafen, der Lufttransport sowie die Kontakte für den fachlichen Austausch zwischen den involvierten Spitälern vermittelt. Die behandelnden Spitäler meldeten die Patientinnen und Patienten, die verlegt werden sollten. Gemäss der angebotenen Aufnahmekapazität der spezialisierten Spitäler in der EU wurden Flüge mit für den Patiententransport ausgerüsteten Flugzeugen und Helikoptern der Rega, aber auch europäischer Partner durchgeführt. Bei den Verlegungen wurden sowohl ausländische Staatsangehörige als auch Schweizer Patientinnen und Patienten ins Ausland gebracht, um ihre bestmögliche medizinische Versorgung zu gewährleisten. Für Letztere wurden Spitalplätze möglichst nahe der Schweiz priorisiert. Wichtig waren auch die Sprache sowie allfällige familiäre Verbindungen im Zielland. Die Verlegungen wurden unter der Einwilligung der Angehörigen durchgeführt.
NAZ unterstützt Walliser Behörden weiterhin
Die Verlegungen wurden durch zwei medizinische Burn Assessment Teams aus Frankreich und Italien unterstützt, welche in Lausanne und im Wallis eingesetzt wurden. Bei der Nationalen Alarmzentrale in Bern waren zwei Liaison Officers aus dem Emergency Response Coordination Centre ERCC tätig. Die Mitarbeitenden der Nationalen Alarmzentrale arbeiteten seit dem 1. Januar 2026 an der Koordination der Verlegungen, sowohl in Bern als auch auf dem Flughafen Payerne, ab dem ein Teil der Verlegungen durchgeführt wurde. Momentan unterstützt die Nationale Alarmzentrale weiterhin die Behörden des Kantons Wallis, die involvierten Spitäler und steht im Austausch mit dem Emergency Response Coordination Centre ERCC.
Die Bewältigung eines Massenanfalls von schwer verbrannten Opfern ist für alle Länder nur in internationaler Kooperation möglich und fester Teil der europäischen Katastrophenpläne. In der Schweiz befinden sich die entsprechenden Konzepte im Rahmen des Aufbaus des Nationalen Verbunds Katastrophenmedizin KATAMED in Entwicklung.




