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Parlament zeigt Manipulation von Sportwetten die rote Karte

Nach dem Nationalrat spricht sich auch der Ständerat für die Ratifizierung der Magglinger Konvention aus. Das internationale Übereinkommen verstärkt die Zusammenarbeit gegen Manipulationen im Zusammenhang mit Sportwetten.

06.12.2018 | Kommunikation VBS, Marco Zwahlen

Manipulation im Sport


Korruption und Wettkampfmanipulation haben sich zu einer grossen Gefahr für den Sport entwickelt. Meistens erfolgen solche Absprachen in der Absicht, unrechtmässig Wettgewinne zu erzielen. Der Europarat hat deshalb eine rechtsverbindliche Konvention ausgearbeitet, die am 18. September 2014 an der Sportministerkonferenz des Europarats in Magglingen zur Unterzeichnung aufgelegt worden ist. Die Konvention verpflichtet die Staaten unter anderem zur Schaffung wirksamer Strafnormen sowie zur verstärkten Zusammenarbeit und gegenseitigen Rechtshilfe im Kampf gegen Wettkampfmanipulation. Sie gibt ausserdem Empfehlungen ab zum Umgang mit Anbietern von Sportwetten und zu Massnahmen, die von Sportorganisationen zu treffen sind. 32 Staaten, darunter die Schweiz – haben die Konvention unterzeichnet. Sie tritt in Kraft, sobald sie von fünf Staaten ratifiziert, also bestätigt worden ist.

Umsetzung im Rahmen des Geldspielgesetzes

National- und Ständerat haben die erforderlichen Gesetzesbestimmungen bereits mit dem neuen Geldspielgesetz erlassen, welches das Stimmvolk am 10. Juni 2018 angenommen hat. Geschaffen wurde eine Strafbestimmung, die Absprachen über den Verlauf von Sportwettkämpfen unter Strafe stellt, sofern auf diese Sportwettkämpfe Sportwetten abgeschlossen werden können. Entsprechend unterstützt der Ständerat die Ziele der Konvention mit 38 Stimmen ohne Gegenstimme, zumal die Umsetzung keine zusätzlichen Ausgaben oder Personalressourcen erfordere. Der Nationalrat hat dem internationalen Übereinkommen bereits im September 2018 zugestimmt.

Da es sich bei der Magglinger Konvention um einen völkerrechtlichen Vertrag mit wichtigen rechtsetzenden Bestimmungen handelt, untersteht deren Ratifizierung dem fakultativen Referendum. Das Geschäft kommt daher am 14. Dezember in beiden Räten noch in die Schlussabstimmung, welche aufgrund der Mehrheiten Formsache ist.