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Parlament bereinigt Sport-Hilfspaket

National- und Ständerat sind sich bei den Modalitäten der finanziellen Unterstützung für die professionellen Fussball- und Eishockeyligen im neuen Covid-19-Gesetz einig.

16.09.2020 | Kommunikation VBS, SDA

Sportanlage


Der Ständerat hat sich im zweiten Anlauf ohne Gegenstimme dafür ausgesprochen, dass der Bund für die Sportclub-Darlehen Rangrücktritte gewähren kann (Absatz 2bis). Mit diesem Instrument kann eine kurzfristige Überschuldung überbrückt werden.

Mit dem Entscheid des Ständerates ist Artikel 8b zum Sport-Hilfspaket des Covid-19-Gesetzes vom Parlament bereinigt. Die Änderungen sind: Darlehen werden nicht an die Ligen, sondern direkt an die Klubs vergeben. Gemäss der geltenden Verordnung gehen die vom Parlament für die Jahre 2020 und 2021 vorgesehenen 350 Millionen Franken an die nationalen Fussball- und Eishockeyligen, die bei angemeldetem Bedarf ihrerseits Darlehen an die einzelnen Klubs gewähren. Die Unterstützung ist bisher unter anderem daran gescheitert, dass die Ligen nicht solidarisch für die Klub-Darlehen haften wollen. Neu sollen die einzelnen Klubs direkt vom Bund zinslose Darlehen in Höhe von bis zu einem Viertel ihres Betriebsaufwands der Saison 2018/2019 erhalten. Die Unterstützung ist neu auf zehn Jahre befristet. Die Klubs müssen dafür Sicherheiten in Höhe von 25 Prozent leisten.

Jene Clubs, die das Geld nicht innerhalb von drei Jahren zurückzahlen können, sollen die Löhne um einen Fünftel kürzen müssen. Bereits im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie getätigte Lohnkürzungen sind zu berücksichtigen. Darlehen sollen auch an andere professionelle und semiprofessionelle Ligen (bspw. Unihockey, Volley-, Basket- oder Handball) vergeben werden können.