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Ständerat unterstützt Modernisierung der Produktionssysteme von swisstopo

Der Ständerat hat für neue Produktionssysteme von swisstopo einen Verpflichtungskredit von 37 Millionen Franken bewilligt. Die Modernisierung der Produktionssysteme soll in den Jahren 2023 bis 2029 umgesetzt werden.

14.12.2022 | Kommunikation VBS, Marco Zwahlen


Das Bundesamt für Landestopografie swisstopo muss seine Produktionssysteme modernisieren, um die Vorgaben des Geoinformationsgesetzes erfüllen zu können, wonach den Behörden von Bund, Kantonen und Gemeinden sowie der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Wissenschaft qualitativ hochwertige Geodaten zur Verfügung zu stellen sind. Die heute bei swisstopo im Einsatz stehenden Produktionssysteme wurden vor 20 Jahren entwickelt und basieren auf Anforderungen und Software dieser Zeit. Vor diesem Hintergrund beantragt der Bundesrat einen Verpflichtungskredit in Höhe von 37 Millionen Franken zur Finanzierung des Programms Neue Produktionssysteme (NEPRO), eines Schlüsselprojekts der Bundesverwaltung im Bereich der digitalen Transformation und der IKT, das in den Jahren 2023 bis 2029 umgesetzt werden soll.

Verteidigungsministerin Viola Amherd unterstrich im Rat die Bedeutung von Geoinformationen. Diese spielten beispielsweise eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Sicherheit und der Verteidigung. Und: «Im Falle von Naturkatastrophen sowie bei gesundheitlichen oder gesellschaftlichen Krisen unterstützen Geoinformationen vorab Ersthelferinnen und Ersthelfer, indem sie ihnen genaue Echtzeitdaten und nützliche Informationen liefern.» Aber auch für die Wirtschaft und Forschung seien Geoinformationen von Bedeutung, so z.B. für GPS, das Gletschermonitoring oder das Verkehrsnetz Schweiz.

Der Ständerat hat den Verpflichtungskredit mit 31 Stimmen einstimmig bewilligt. Das Geschäft geht nun in den Nationalrat.

Digitalisierung erfordert eine neue Plattform

Die zukünftigen Produktionsinfrastrukturen für Georeferenzdaten und die dazugehörenden Systeme müssen fähig sein, aktuelle, verlässliche, adäquate und konsistente amtliche Georeferenzdaten und daraus abgeleitete amtliche Geoprodukte zu produzieren. Dabei müssen verschiedener Datenquellen und kollaborative Prozesse genutzt werden können. Zum Programm NEPRO gehören mehr als 30 Projekte und Teilprojekte. Nicht dazu gehören Systeme wie Vertriebsplattformen und Apps, wo die Endnutzerinnen und Endnutzer im Fokus stehen. Das Programm NEPRO läuft bei swisstopo parallel zum laufenden Betrieb, der in oberster Priorität jederzeit gewährleistet sein muss.

Eine langfristige Investition

Der gesamte Mittelbedarf für das Programm für die Laufzeit von 2019–2029 beträgt 65,6 Millionen Franken. Auf Stufe Bund ergibt sich weder ein finanzieller noch ein personeller Mehrbedarf. Rund die Hälfte der Kosten macht der Personalaufwand aus, der aus dem Budget von swisstopo finanziert wird. Mit der Botschaft zum Verpflichtungskredit beantragt der Bundesrat, die erste Etappe 2023–2024 von 17,3 Millionen Franken freizugeben. Die notwendigen Voranschlags- und Finanzplankredite werden je hälftig aus dem Globalbudget von swisstopo alimentiert respektive innerhalb des Departements VBS kompensiert.
 

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