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PyeongChang 2018: An vier von fünf Olympia-Goldmedaillen ist die Armee beteiligt

Mit 15 Medaillen, 5x Gold, 6x Silber, 3x Bronze, war die Schweizer Olympia-Delegation an den Olympischen Winterspielen 2018 in PyeongChang so erfolgreich wie seit 1988 in Calgary nicht mehr. An acht dieser Medaillen (4x Gold, 3x Silber, 1x Bronze) hat auch die Spitzensportförderung der Armee ihren Anteil.

26.02.2018 | Kommunikation BASPO, Kurt Henauer

Dario Cologna am Langlauf Weltcup auf der Lenzerheide
© KEYSTONE / Peter Schneider

Auch wenn man bedenkt, dass seit 1988 doch einige Disziplinen dazu gekommen sind, darf sich die Schweizer Ausbeute mehr als sehen lassen. Von den fünf Goldmedaillen wurden deren drei in den traditionellen Disziplinen Ski alpin und Langlauf gewonnen. Sportsoldat Dario Cologna, sicherte sich innerhalb von drei Olympischen Spielen (2010, 2014 und 2018) bereits die vierte Goldmedaille. Sport-Soldatin Michelle Gisin holte Kombinations-Gold, Sportsoldat Nevin Galmarini gewann nach Silber in Sotschi 2014 nun Gold im Snowboard Parallel-Riesenslalom und im Team-Event der Alpinen waren am Gold-Gewinn die Zeitmilitär-Spitzensportler Denise Feierabend und Luca Aerni sowie Sportsoldat Ramon Zenhäusern beteiligt, der zudem im Slalom noch mit Silber aufwartete. Zu Silber kämpfte sich im Skicross auch Marc Bischofberger. In den Genuss von Spitzensport-WK-Tagen kam auch der Curler Martin Rios, der zusammen mit Jenny Perret Mixed-Silber gewann. Und schliesslich standen auch im Männer-Bronze-Team der Curler mit Peter De Cruz und Claudio Pätz zwei Sportsoldaten.

14 von 26 Diplomen durch militarisierte Athleten

Bei den Olympischen Diplomen (Ränge 4-8) ist der Anteil militarisierter Athletinnen und Athleten 14 von 26. Die Medaillen- und Diplomausbeute von Sportlerinnen und Sportlern, die militarisiert sind darf sich also sehen lassen. Von den 170 Selektionierten waren 52 Männer und 12 Frauen militarisiert. In der Olympiavorbereitung haben diese von 2014 (damals wurden die 100 freiwilligen Spitzensport-WK-Tage eingeführt) bis im Februar 2018 nicht weniger als 14‘500 Spitzensport-WK-Tage geleistet; in dieser Periode entfielen zudem rund 5000 Spitzensport-WK-Tage auf militarisierte Trainer und Betreuer. Einige der Olympia-Teilnehmenden hatten zwischen 2014 und 2018 erst die Spitzensport-RS ganz oder teilweise absolviert. In seiner Schlussbilanz beim Schweizer Fernsehen SRF erwähnte Ralph Stöckli, Missionschef der so erfolgreichen Schweizer Olympia-Delegation, unter anderem auch die Spitzensportförderung der Armee als Teil dieses glänzenden Schweizer Erfolgs-Puzzles.

 

Fördergefässe der Armee

Die Armee stellt mit dem Bundesamt für Sport (BASPO) mit der Spitzensport-RS, den Spitzensport-WK und den Zeitmilitär-Spitzensportler-Stellen drei Fördergefässe zur Verfügung. Diese erlauben es Athleten mit internationalen Ambitionen, Militärdienst und Sportkarriere unter einen Hut zu bringen. Die Selektion der Rekruten und Rekrutinnen erfolgt in Zusammenarbeit zwischen dem jeweiligen Sportverband, Swiss Olympic, dem BASPO und dem Kommando der Spitzensport-RS. Die Wiederholungskurse (WK) werden nach der RS für die Vorbereitung auf internationale Wettkämpfe (Olympische Spiele, Welt- und Europameisterschaften) genutzt. Die Anstellung als Zeitmilitär erfolgt im Olympiazyklus in der Regel für vier Jahre. Die 18 Stellen mit 50-Prozent-Pensen besetzt die Armee in Zusammenarbeit mit dem BASPO und Swiss Olympic.

Spitzensport in der Armee