Zurück zur Startseite

Ein Drittel der Batterien kann wiederverwendet werden

In der Aussenstelle des Armeelogistikcenters Grolley in Payerne betreibt die Schweizer Armee seit 2014 eine Batteriekompetenzstelle. Dort werden sämtliche Batterien der Schweizer Armee gesammelt und sortiert. Eine Arbeit ganz im Sinne der ökologischen und sozialen Werte, für welche die Armee sich einsetzt.

10.10.2018 | Kommunikation Verteidigung, Anthony Favre

Teaser-Batteriekompetenzstelle1


Dass in Payerne der Militärflugplatz und die Aussenstelle des Armeelogistikcenters Grolley beheimatet sind, ist bekannt. Aber nur wenige wissen, dass an diesem Logistikstandort auch die einzige Batteriekompetenzstelle der Armee zu finden ist. Die Aussenstelle Payerne ist zuständig für die Instandsetzung von verschiedenem Material, darunter der Gepäck-Sets 90 und 04, Schutzmasken 90, von Helmen und eben auch von Batterien. Seit 2014 werden sämtliche Batterien der Armee aus der ganzen Schweiz am Standort Payerne zentral sortiert und getestet. Mehrere Hunderttausend Batterien durchlaufen jedes Jahr den Standort Payerne. Der Chef der Sattlereiwerkstatt, Christophe Dubey, sagt dazu nur: «Einige behaupten ja, Batterien gebe es demnächst sowieso nicht mehr. Aber das will ich erst mal sehen. Batterien sind einfach überall!»

Vorgehen in drei Schritten

Einmal eingetroffen, werden die Batterien in einem Raum zwischengelagert und von einem Mitarbeiter sortiert. Beim nachfolgenden Test wird gemessen, ob sie noch über genügend Spannung für eine Wiederverwendung verfügen. Gewisse Geräte benötigen nämlich nicht unbedingt ganz volle Batterien, und so eignen sich geringfügig entladene Batterien für gewisse Verwendungen immer noch gut. Die Kontrolle der kleinen runden Batterien erfolgt vollautomatisch durch Maschinen, während ein Mitarbeiter die grösseren manuell testet. Anschliessend werden die kaputten Batterien der Firma Batrec übergeben, wo sie recycelt werden. Die wiederverwendbaren Batterien werden verpackt und ins Armeelogistikcenter Thun geschickt, welches sie nach Bedarf wieder verteilt.

Ein ökologischer und sozialer Auftrag

Das Ziel des Ganzen ist, die Verschwendung möglichst gering zu halten. Jean-Philippe Seydoux, Chef Instandhaltung, betont: «Die Batterien direkt zu entsorgen, wäre sowohl aus ökologischer als auch aus finanzieller Sicht eine Verschwendung.» Die entsprechenden Zahlen variieren von Jahr zu Jahr zwar stark, sind aber dennoch eindrücklich. Während der letzten drei Jahre konnte über alle Kategorien hinweg ein Drittel der gesammelten Batterien wiederverwendet werden. Zur ökologischen gesellt sich ausserdem eine soziale Komponente: Mit der Verpackung der Batterien beauftragt der Standort Payerne die Sozialfirma Polyval, deren Werkstatt sich einen Katzensprung vom ALC entfernt befindet. Polyval beschäftigt Personen mit einer Behinderung oder sozialen Schwierigkeiten.