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Das Projekt Kommando Unterstützung – ein fixer Bestandteil der WEA

Im Rahmen ihrer Weiterentwicklung hat die Armee den Auftrag erhalten, ein Kommando Unterstützung, bestehend aus der Logistikbasis der Armee inklusive Sanität und der Führungsunterstützungsbasis zu bilden. Ein Interview mit Projektleiter Divisionär Jean-Paul Theler.

01.11.2018 | Kommunikation Verteidigung, Eve Hug

Kommando-Unterstützung
Das Kernteam Projekt Kommando Unterstützung (v.l.n.r): Oberst i Gst Chris Scherer, Pascal Ruprecht, Divisionär Jean-Paul Theler, Oberstleutnant i Gst Guy Strickler, Oberst i Gst Thomas A. Keller, Vincent Monney. Bild: Jonas Kambli


Herr Divisionär Theler, Sie haben per Anfang 2018 die Funktion des Projektleiters Kommando Unterstützung übernommen. Wird mit diesem neuen Projekt die Weiterentwicklung der Armee (WEA) bereits wieder korrigiert?

Das Projekt Kommando Unterstützung ist ein fixer Bestandteil der WEA. Das Parlament hat entschieden, dass die Armee in drei Kommandos gegliedert wird: Ausbildung, Operationen und Unterstützung. Die Frist für das Ende der Umsetzung wurde auf den 1.1.2023 festgelegt. Die Bildung des Kommandos Operationen und des Kommandos Ausbildung per 1.1.2018 war ein entscheidender Schritt. Mit der Bildung des Kommandos Unterstützung wird die Umsetzung der WEA abgeschlossen sein.

Was ist Ihr Auftrag als Projektleiter Kommando Unterstützung?

Das Projekt fokussiert auf Unterstützungsaufgaben zur Sicherstellung von Fähigkeiten, Leistungen und Ressourcen für die Bereitschaft, den Einsatz und die Ausbildung sowie zugunsten Dritter. Diese müssen integral, koordiniert, flexibel und ressourcenschonend durch eine solide Organisation gesteuert und erbracht werden. Die Ansteuerung von Unterstützungsleistung muss zukunftsorientiert erfolgen und kommenden Herausforderungen gerecht werden. Letztlich ist es mein Auftrag, die beste Lösung im Bereich der Unterstützungsaufgaben zugunsten der Schweizer Armee und ihrer Partner zu finden.

Wie gehen Sie den politischen Auftrag der Bildung eines Kommandos Unterstützung an?

Im Juni 2018 erfolgte der Initialisierungsauftrag für das Projekt. Vorerst geht es darum, mit dem Kernteam alle Bereiche, welche Unterstützungsaufgaben erbringen oder beziehen, zu erfassen und zu analysieren. Anschliessend werden unter Einbezug der Mitarbeitenden und Partner Varianten entwickelt, wie ein künftiges Kommando Unterstützung aussehen könnte. Bei jeder Variante wird aufgezeigt, welche Konsequenzen diese für die Unterstützungsleistungen im Vergleich zu der aktuellen Situation haben würden. Ende drittes Quartal 2019 wird auf politischer Stufe der Variantenentscheid gefällt. Im Anschluss können die Details der Struktur des künftigen Kommandos Unterstützung ausgearbeitet werden.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen bei der Bildung von Varianten und der Überführung der heutigen Organisationen in ein Kommando Unterstützung?

Der festgelegte Termin für die Ausarbeitung der Varianten ist ambitiös. Alle involvierten Stellen und Personen haben ihre eigenen Ansprüche an das künftige Kommando Unterstützung. Die Herausforderung wird sein, alle Erwartungen zu berücksichtigen und diese in ein kohärentes System zu überführen, insbesondere die unterschiedlichen Kulturen in den beiden Organisationseinheiten. Um den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden, werden wir alle betroffenen Organisationen frühzeitig und systematisch in den Planungsprozess mit einbeziehen, um das Ziel gemeinsam zu erreichen.