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«Bravo – ich bin stolz auf euch alle!»

Bundesrat und Sportminister Guy Parmelin ehrt erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler.

18.12.2018 | Text: Sachbearbeiterin Sport, Barbara Maeder - Interviews: Kommunikation VBS, Tanja Rutti

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Fotos: VBS/DDPS, Philipp Schmidli

Am 17. Dezember hat Bundesrat und Sportminister Guy Parmelin zum zweiten Mal dieses Jahres erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler in Bern empfangen. Mit grossem Interesse verfolgte er seit seinem Amtsantritt im 2016 das nationale und internationale Sportgeschehen. Auch im zu Ende gehenden Jahr konnte er sich wiederum über viele grossartige Erfolge freuen. Auch sie bedeuten für ihn beste Werbung für unser Land.

Wann immer es ihm trotz seiner ausgefüllten Agenda möglich war, hat er in den vergangenen drei Jahren ganz unterschiedliche kleinere und grössere Sportanlässe besucht. Er hat mitgefiebert, mitgelitten, getröstet und unzählige Male auch mitfeiern können. Er war immer wieder beeindruckt und begeistert von den grossartigen Leistungen und den starken Emotionen, welche die Welt des Sportes prägen.

Es war Bundesrat Guy Parmelin ein Anliegen, den über 80 Sportlerinnen und Sportlern aus 19 verschiedenen Verbänden sowie den ebenfalls anwesenden Verbandspräsidenten mit der Einladung in den Bernerhof seine Wertschätzung auszudrücken.

Er wünschte den erfolgreichen Medaillengewinnerinnen und –gewinnern von Herzen alles Gute für den weiteren sportlichen Weg, persönliches Wohlergehen und dass sich ihre Träume erfüllen mögen.

 

Fünf Sportlerinnen und Sportler im Kurzinterview

Matthias Hofbauer

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Matthias Hofbauer, Rekordnationalspieler und Rekordschütze Unihockey

Herzliche Gratulation zur 7. Bronzemedaille an der Unihockey-WM! Sie haben nach dem Gewinn des Spiels gegen Tschechien und nach insgesamt 194 Länderspielen Ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündet. Hatte dieser Entschluss schon länger in Ihnen gereift?

Matthias Hofbauer: Für mich war seit einiger Zeit klar, dass ich nicht noch eine weitere WM anhängen werde. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille war es für mich einfach der richtige Moment. Auch wenn wir Weltmeister geworden wären, hätte ich meinen Rücktritt erklärt. Ich hatte bereits einmal vor sechs Jahren, nach der WM in der Schweiz, mit dem Gedanken gespielt aufzuhören. Aber da wurde mir schnell bewusst, dass es das noch nicht gewesen sein kann. Das war jetzt anders.

Wie sieht Ihre Gefühlslage zurzeit aus?

Momentan fühlt es sich sehr gut an. Den Druck, den Stress und die Angst vor einem Spiel werde ich nicht vermissen. Vielleicht kommt das Wehmutsgefühl ein bisschen später auf.

Was machen Sie jetzt mit der freigewordenen Zeit?

Ich freue mich jetzt zuerst einmal mehr Zeit mit meiner Partnerin und meinem kleinen Sohn verbringen zu können. Auch werde ich wieder in meinem eigenen Geschäft mehr präsent sein können.

Dem SV Wiler-Ersigen bleiben Sie aber noch eine Weile erhalten?

Ich bin mir da noch nicht ganz sicher, aber diese Saison wird möglicherweise die Letzte sein.

Frédérique Rol / Patrizia Merz

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Frédérique Rol und Patrizia Merz, Bronze-Gewinnerinnen an der EM 2018 in Glasgow im Rudern Leichtgewichts-Doppelzweier

Gratulation Ihnen beiden zur Bronzemedaille! Ihr seid ein "Miniteam", da muss die Chemie stimmen. Ich habe gelesen, dass Sie auch ausserhalb des Sports befreundet sind?

Patrizia Merz: Ja, wir kennen uns schon seit wir als Juniorinnen unterwegs waren. Wir verbringen nebst dem intensiven Training auch die Freizeit meist miteinander.
Frédérique Roll: Seit Beginn an verstehen wir uns blendend und vertrauen uns blind.

Sie sind ein zweisprachiges Team. In welcher Sprache unterhalten Sie sich, auf Französisch oder Deutsch?

(Lachen…). Patrizia Merz und Frédérique Rol einstimmig: Auf Deutsch.

Was sind Ihre nächsten grossen Ziele?

Frédérique Rol: Unser Ziel ist es, uns im Doppelzweier in der Weltspitze zu etablieren und uns 2019 ein Ticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo zu ergattern.

Wie sehen bei Ihnen die Vorbereitungen aus?

Patrizia Merz: Nebst den Trainingcamps, trainieren wir 30 Stunden pro Woche. Montag und Dienstag ist eine individuelle Vorbereitung mit viel Krafttraining angesagt und von Mittwoch – Sonntag trainieren wir im nationalen Trainingszentrum in Sarnen.  

Abassia Rahmani

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Abassia Rahmani, Swiss Blade Runner, Europameisterin 200m an der Paralympic-EM in Berlin

Nochmals herzliche Gratulation zu Ihrer grossartigen Leistung an der diesjährigen EM in Berlin und zum Gewinn der Goldmedaille! Sie haben vor Kurzem Ihre 70%-Arbeitsstelle aufgegeben. Wie sehen Ihre sportlichen und beruflichen Zukunftspläne aus?

Abassia Rahami: Ich bin seit diesem August Profisportlerin. 2018 war mich das Jahr der Veränderungen. Ich bin nach Winterthur umgezogen, wo ich in Zukunft Training und Studium gut miteinander vereinbaren kann. Ab Januar bereite ich mich für die Berufsmatur vor und anschliessend möchte ich ein Studium in Sportmanagement in Angriff nehmen.

Ich habe vernommen, dass Sie eine begeisternde Weltenbummlerin sind. Was ist Ihr nächstes Reiseziel?

In ein paar Tagen geht es nach Wien und im Januar nach Costa Rica, ich freue mich schon riesig.

Was sind Ihre nächsten grossen sportlichen Ziele?

Das sind vor allem die Para Athletics Weltmeisterschaften in Dubai, welche im November 2019 stattfinden und dann natürlich die Paralympics 2020 in Tokyo.

An was arbeiten Sie im Besonderen?

Ich arbeite intensiv daran, meine Leistungen am Start zu verbessern.

Nora Meister

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Die erst 15-jährige Paraschwimmerin gewann an der EM 2018 in Dublin zweimal Gold und einmal Silber

Herzliche Gratulation zu Ihrer Glanzleistung in Dublin! Sie sind seit diesem Jahr an der Sportkanti Aarau. Lassen sich Studium und Trainingseinheiten gut miteinander vereinbaren?

Nora Meister: Ja, die Voraussetzungen sind hier ideal, ich bin in einer Sportklasse, wo die Unterrichtsstunden ideal auf das Training abgestimmt sind.

Was sagen Ihre Mitschüler zu Ihren Erfolgen?

Ich bin an der Kanti wegen meiner EM-Teilnahme eine Woche später als meine Mitschüler eingestiegen, es haben mich jedoch alle neuen Schulfreundinnen und Schulfreunde sehr herzlich empfangen und mir gratuliert.

Was hat sich für Sie verändert seit Ihren EM-Erfolgen?

(Lacht..)… Eigentlich nichts wirklich. Aber hin und wieder werde ich auf der Strasse erkannt und die Leute gratulieren mir.

Was sind Ihre nächsten grossen Ziele?

Ich möchte mich für die Weltmeisterschaften im Para-Schwimmen in Malaysia qualifizieren und danach an die Paralympics 2020 in Tokyo.

Wie laufen die Vorbereitungen?

Ich absolviere pro Woche acht Trainingseinheiten an je zwei bis zweieinhalb Stunden. Zudem nehme ich an verschiedenen dreiwöchigen Trainingslager während meinen Schulferien teil.