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Heute schon das Morgen verstehen – die digitale Lernreise des VBS

27 VBS-Mitarbeitende nehmen seit Kurzem am «ada Fellowship» teil. In diesem einjährigen Ausbildungsprogramm werden bereichsübergreifende Denkweisen und Methoden sowie der praktische Transfer in die Organisation vermittelt, um den digitalen Wandel meistern zu können. Zwei Teilnehmende berichten über ihre ersten Erfahrungen.

12.01.2022 | DCS, Daniela Sulser

iStockphoto/Olivier Le Moal
Martin Tschanz, armasuisse, Teilnehmer am Ausbildungsprogramm ada Fellowship
Martin Tschanz, armasuisse, Teilnehmer am Ausbildungsprogramm ada Fellowship

Martin Tschanz, Sie arbeiten bei armasuisse als Fachspezialist Teilprojektleiter SAP und Controlling Ressourcensteuerung. Was war Ihre Motivation, bei ada Fellowship mitzumachen?

Der grosse Antrieb und auch die grösste Herausforderung sehe ich darin, mich stetig weiterzuentwickeln. Dabei ist es mein Bestreben, eine Brücke zwischen der digitalen Gegenwart zu meinen Wurzeln in der Mechanik zu schlagen.

Im «Daily Business» befasse ich mich hauptsächlich mit Computerprogrammen und digitalen Medien, die bearbeitet werden. Dies ist sicherlich meiner Neugierde und Hingabe für Abläufe und Mechanismen geschuldet, die mich in meine aktuelle Arbeitssituation brachten. Da mein Background in der Industrie 4.0 beheimatet ist, sehe ich ein grosses Potenzial darin, die digitale und physische Welt zusammenzuführen und «zu übersetzen».

Marianne Flükiger, BABS, Teilnehmerin am Ausbildungsprogramm ada Fellowship
Marianne Flükiger, BABS, Teilnehmerin am Ausbildungsprogramm ada Fellowship

Marianne Flükiger, Sie arbeiten als Personalbereichsleiterin beim BABS. In welchem Bereich gibt’s am meisten Anwendungen und Berührungspunkte im Job?

Digitalisierung ist heute in allen Bereichen präsent und unerlässlich. Um diesen Wandel in die digitale Zukunft erfolgreich anzugehen, zu durchleben und zu etablieren ist – neben den Tools und dem Anwendungswissen – die Offenheit aller Mitarbeitenden entscheidend. Ich möchte dazu beitragen, diese Denkweise im BABS zu verstärken und möglichst viele Kolleginnen und Kollegen motivieren und begeistern, den Weg in die Zukunft mitzugehen.

 

Konnten Sie im Arbeitsumfeld bereits erste Erfahrungen im Bereich Digitalisierung sammeln?

Martin Tschanz: Ja, definitiv. In einer meiner Funktionen als GEVER-Spezialist begegnet mir dieses Thema täglich. Da ich auch den Start von Acta Nova miterleben durfte – mit allen Sonnen- und Schattenseiten – sind meine Wege durchaus von der Digitalisierung geprägt.

Marianne Flükiger: Die Digitalisierung ist in unseren Geschäftsbereichen allgegenwärtig. Um einige Beispiele zu nennen – Sie ist präsent in der Ausbildung mit der Digitalen Wissensvermittlung, bei den Bauten des Zivilschutzes mit den BIM-Projekten (Building Information Modeling), in der Nationalen Alarmzentrale mit der elektronischen Lagedarstellung, bei der Vernetzung von Partnern und Bevölkerung in Krisensituationen oder über das ganze Amt hinweg mit dem GEVER-System mit dessen digitalisierten Prozessen.

 

Welche Ziele verfolgen Sie mit der Teilnahme an der Lernreise?

Martin Tschanz: Mein Ziel ist es, fachlich und interkulturell weitere Erfahrungen zu sammeln und in den Arbeitsalltag einfliessen zu lassen. Es sind Lernthemen wie zum Beispiel Ethik oder Kulturwandel, welche mich fesseln, da diese im Alltag nur wenig thematisiert werden.

Marianne Flückiger: Mein Ziel ist es, Wissen und Erfahrungen zu sammeln, um für künftige Entwicklungen gewappnet zu sein. Das aktuelle Wissen möchte ich ins BABS zurücktragen und im Alltag anwenden. Ich finde es spannend, neue Herangehensweisen, Techniken und Modelle zu sehen und zu testen. Schliesslich möchte ich mich selbst herausfordern und vermehrt Gewohnheiten und Bewährtes gesund hinterfragen.

Ausbildungsprogramm ada Fellowship

Um die digitale Transformation im VBS voranzubringen, wurde das berufsbegleitende Weiterbildungsangebot für VBS-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter mit dem Ausbildungsprogramm ada Fellowship erweitert. Zielpublikum sind Mitarbeitende aus dem gesamten VBS, die im Themenbereich der Digitalisierung zwar nicht eine formale technische Ausbildung abgeschlossen haben, sich aber aktiv für Zukunftstechnologien interessieren. In der Weiterbildung behandelt werden Themen wie Algorithmen, Agilität, Big Data oder künstliche Intelligenz – aber auch «Softthemen» wie Achtsamkeit, Ethik und Kultur.

Der Wissenstransfer, das Projekt-Coaching und die breite Netzwerkbildung des ada Fellowship sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter VBS zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Digitalisierung weiterbilden. Sie lernen, Anwendungsbereiche für Zukunftstechnologien zu erkennen, in Zusammenarbeit mit technischen Spezialisten auszuschöpfen und in ihrer Arbeitsumgebung die nötigen Prozesse zu initiieren, um den digitalen Kulturwandel herbeizuführen. Die Ausbildung beinhaltet auch agile Führungsformen und deren Implementierung.

Neben zwei Präsenzveranstaltungen vor Ort in Deutschland findet die berufsbegleitende Ausbildung online statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestimmen selber, wann sie die zwölf Module, die jeweils zum Monatsbeginn zur Verfügung gestellt werden, absolvieren. Darüber hinaus gibt es einige begleitete Online-Live-Sessions im Plenum mit Teilnehmenden aus anderen Ländern (z. B. Schweden, Griechenland, Deutschland, Tschechien etc.) sowie Projektarbeiten in den Themenbereichen Innovation und Community. Nach dem «Pilot» mit den 27 Mitarbeitenden wird entschieden, ob und wie die Ausbildung im VBS weitergeführt werden wird.