Ionisierende Strahlung

Ionisierende Strahlung ist der Sammelbegriff für eine Teilchen- oder Photonenstrahlung, deren Energie ausreicht, um bei Atomen oder Molekülen Elektronen aus der Atomhülle herauszulösen. Manche ionisierende Strahlung gehen von radioaktiven Quellen aus; umgangssprachlich bezeichnet man sie als radioaktive Strahlung.

Radioaktive Substanzen kommen im VBS beispielsweise als Enteisungswarngeber im Superpuma vor oder werden als ionisierende Strahlen in Röntgengeräten erzeugt.

Das VBS muss dieselben gesetzlichen Auflagen zum Strahlenschutz einhalten wie Private und Industrieunternehmen. Die Einhaltung wird durch das Bundesamt für Gesundheit und die SUVA überwacht.

Ionisierende Strahlungen werden jedoch hauptsächlich über natürliche Quellen abgegeben. So ist beispielsweise Radon, ein im Boden entstehendes natürliches Edelgas, für etwa 40% der Strahlenbelastung der Bevölkerung in der Schweiz verantwortlich. In der Schweiz finden sich hohe Radonkonzentrationen vor allem in den Alpen und im Jura.

Zum Schutz der Bevölkerung vor hohen Radonexpositionen wurden in der Strahlenschutz-Verordnung Höchstwerte festgelegt. Das VBS misst regelmässig die Radonexpositionen ihrer Mitarbeitenden und setzt gegebenenfalls Sanierungsmassnahmen um.

Anerkennung von Aus- und Fortbildungen

Gemäss Strahlenschutzverordnung ist das Generalsekretariat des VBS für die Anerkennung von Aus- und Fortbildungen für Personen zuständig,

 

  • die ausschliesslich im Stör- oder Notfall Umgang mit ionisierender Strahlung haben;
  • die ionisierender Strahlung ausgesetzt sein können;
  • die den Umgang mit ionisierender Strahlung planen oder anordnen;
  • die kritische Infrastrukturen betreiben oder die öffentliche Dienste erbringen.

 

Gesuche für die Anerkennung von Ausbildungen sind an das Generalsekretariat des VBS in elektronischer Form einzureichen.