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Patrick Fetz

Patrick Fetz, Major im Generalstab, Berufsoffizier, Schweizer Armee
Patrick Fetz, Major im Generalstab, Berufsoffizier, Schweizer Armee

Im Einsatz zum Schutz des Landes und der Bevölkerung 

Sie sind Berufsoffizier der Schweizer Armee. Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?

Schon als Rekrut dachte ich daran, Offizier zu werden. Schritt für Schritt versuchte ich, in meiner militärischen Ausbildung voranzukommen. Ich war und bin überzeugt von der Armee und will einen Beitrag zum Schutz des Landes und der Bevölkerung leisten. Ich arbeite sehr gerne mit Menschen zusammen. Es ist einmalig, bereits in so jungen Jahren so viel Führungsverantwortung übernehmen zu können.

Was war ausschlaggebend für die Wahl Ihrer heutigen Tätigkeit?

Nachdem ich als Zugführer abverdient hatte, arbeitete ich wieder in meinem erlernten Beruf. Nach kurzer Zeit fühlte ich aber eine Leere. Die Herausforderungen des militärischen Alltags fehlten mir. Ich habe es vermisst, junge Menschen auszubilden und zum Erfolg zu führen. Deshalb entschied ich mich definitiv für die Armee. Nach mehreren Jahren als Berufsoffizier in einer Einheit konnte ich meine jetzige Tätigkeit, eine Stabsfunktion in einem Lehrverband, antreten.

Wie sieht Ihr typischer «Arbeitstag» aus, z.B. ein Montagmorgen?

Das Schöne an meinem Beruf ist es, dass es keinen typischen Arbeitstag gibt. Die Tage als Berufsoffizier sind abwechslungsreich, spannend, bieten viel Neues und ab und zu ein paar Überraschungen. Im Moment wechseln sich Stabs- und Projektarbeit ab, ich leiste Einsätze als Ausbilder in Lehrgängen oder zur Unterstützung der Miliztruppen. Deshalb sind auch meine Arbeitszeiten sehr unterschiedlich.

Wenn Sie jemand nach Ihrem Arbeitgeber fragen würde, wie würden Sie die Armee beschreiben?

Die Armee ist für mich etwas Ideelles. Sie ist nach dem Milizprinzip organisiert und deshalb durch das Volk akzeptiert und getragen. Sie führt Menschen aus den unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten, Regionen und Sprachgruppen zusammen. Das macht unser Land aus; dafür engagiere ich mich gerne.

Was charakterisiert die Armee als Arbeitgeberin?

Die Armee ist eine grosse Organisation, die sich jederzeit flexibel an neue Gegebenheiten anpassen muss und kann. Und doch ist die Armee eine sichere Arbeitgeberin. Auch in schwierigen Zeiten ist sie darauf bedacht, niemanden zu entlassen. Sie bietet gute Perspektiven für die berufliche Laufbahn. Ich erlebe ein sehr gutes Arbeitsumfeld und ich spüre das Vertrauen meiner Vorgesetzten.

Sie sind viel unterwegs und stark engagiert. Wie bringen Sie Beruf und Familie unter einen Hut?

Der Arbeitstag beginnt oft um 7 Uhr und endet häufig nicht vor 18 Uhr. Je nach Einsatz oder Funktion können diese Zeiten aber stark variieren. Ich habe gute Möglichkeiten, meine privaten Bedürfnisse in die Tagesplanung einzubeziehen und die Arbeitszeiten recht flexibel zu gestalten. Ich neige auch nicht dazu, mich zu verzetteln: Wenn ich zu Hause bin, dann bin ich wirklich zu 100% bei meiner Familie.