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Thomas Joost

Thomas Joost, Drucktechnologe, Stv. Abteilungsleiter, Bundesamt für Landestopografie
Thomas Joost, Drucktechnologe, Stv. Abteilungsleiter, Bundesamt für Landestopografie

Printprodukte von höchster Qualität 

Sie sind Drucktechnologe. War das Ihr Wunschberuf?

Als Kind träumte ich eher davon, Pilot oder Polizist zu werden. Doch viele Mitglieder unserer Familie haben im grafischen Bereich gearbeitet. Wohl deshalb bin auch ich dort gelandet, was ich bisher nie bereut habe. Nach der Ausbildung und erster Berufserfahrung in einer Verpackungsdruckerei habe ich vor 15 Jahren zu swisstopo gewechselt.

Weshalb gefällt es Ihnen bei swisstopo so gut?

Für mich liegt der Reiz der Arbeit bei swisstopo darin, dass wir mit unseren Karten Produkte herstellen, die nachhaltig sind. Bei den Verpackungen war das etwas anders. Die Karten bereiten dem Kunden während langer Zeit Freude. Wenn ich selbst in den Bergen unterwegs bin und dort Leute mit unseren Karten antreffe, gibt mir das ein gutes Gefühl. Ich schaue dann auf die Karte und denke: Die ist wohl bereits einige Jahre alt, doch sie wird immer noch gebraucht.

Welche speziellen Fähigkeiten und Kenntnisse brauchen Sie für Ihre Tätigkeit?

Einerseits Fachkenntnisse bei der Drucktechnologie, der Lagerung von Papier und der Einsatzplanung von Teams und Maschinen. Andererseits braucht es jahrelange Erfahrung, um 16-farbige geologische Karten mit hoher Pass- und Farbqualität herstellen zu können. Diese Karten von höchster Qualität sind unser Markenzeichen. Eine Broschüre kann ja eigentlich jede Druckerei produzieren. Bei den 16-farbigen geologischen Karten ist das nicht der Fall.

Inwiefern wirkt sich der digitale Wandel auf Ihre Arbeit aus?

Die digitale Revolution macht Papier und Printprodukte nicht überflüssig. Doch die Auflagen nehmen ab. Beispielsweise ist bei uns der Absatz von thematischen Karten für Skitouren oder Wandern rückläufig. Doch ich bin überzeugt, dass die Printprodukte gefragt bleiben. Denn sie haben auch ihre Vorteile: Bei der Nutzung von Karten braucht es keinen Akku oder Empfang. Man sieht zudem einen viel grösseren Ausschnitt und hat so den besseren Überblick.

Sie betreuen bei swisstopo auch Lernende. Was gefällt Ihnen daran?

Wir Älteren können den Jungen unsere Erfahrungen und unser Wissen weitergeben. Die Jungen wiederum bringen neue Ideen und eine frische Stimmung ein. In einer Druckerei herrscht oft grosser Zeitdruck. Umso mehr achte ich darauf, Freiräume zu schaffen, um die Lernenden gut ausbilden zu können. Wir wollen, dass die jungen Leute nach Abschluss der Lehre eine gute Stelle finden und auf dem Arbeitsmarkt bestehen können. swisstopo soll weiterhin den Ruf haben, ein guter Lehrbetrieb zu sein.