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Christian Fasel

Christian Fasel, Projektmanager Bauten, Bundesamt für Bevölkerungsschutz
Christian Fasel, Projektmanager Bauten, Bundesamt für Bevölkerungsschutz

Schutz der Bevölkerung in Notsituationen  

Sie waren früher in der Privatwirtschaft tätig. Weshalb haben Sie zum Bund gewechselt?

In der Privatwirtschaft war ich in einer Führungsfunktion mit recht grossen Belastungen tätig. Mit 40 Jahren habe ich mich entschlossen, noch etwas Neues zu beginnen. Mein Ziel war es nicht, auf der Karriereleiter noch weiter nach oben zu steigen. Ich wollte einen spannenden Job, aber auch wieder mehr Zeit für meine Familie. Das ist mir hier beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz gelungen. Ich führe wieder ein Team, nehme aber am Abend viel weniger Probleme mit nach Hause. Die Arbeitsbedingungen sind sehr gut, und ich kann meine Arbeit weitgehend selbst einteilen. Für die ganze Familie und meine Lebensqualität ist der Job beim BABS sicher ein grosser Gewinn.

Was motiviert Sie, jeden Tag Ihrer Arbeit nachzugehen?

Mein Job ist sehr abwechslungsreich. Ich betreue mit meinem Team die Zivilschutzanlagen in baulicher Hinsicht. Es geht um den Unterhalt und die Erneuerung jener Anlagen, in denen die Bevölkerung im Falle von Notsituationen und Katastrophen Schutz finden soll. Top-Arbeit ist also Pflicht. Da ich auf Seiten des Bundes für die ganze Schweiz zuständig bin, komme ich mit verschiedenen Leuten aus allen Kantonen zusammen. Der Kontakt mit den verschiedenen Mentalitäten und Kulturen ist sehr spannend. Ich bin oft draussen vor Ort, bin aber auch im Büro und prüfe Projekte und Gesuche für deren Finanzierung. Diesen Mix aus praktischer und kopflastiger Arbeit schätze ich sehr.

Was braucht es, um eine Stelle in Ihrem Bereich zu erhalten?

Man braucht eine Grundausbildung im Bereich Bau. Dies könnte eine Lehre als Bauzeichnerin oder Bauzeichner sein. Natürlich wäre auch Maurerin oder Maurer denkbar, mit einer zusätzlichen Bauausbildung. Ich selbst habe eine Lehre als Tiefbauzeichner absolviert und danach eine Weiterbildung als Bauingenieur gemacht. Neben diesen fachlichen Kompetenzen sind Sprachkenntnisse wichtig, um mit den Kantonen und Gemeinden in der ganzen Schweiz zusammenarbeiten zu können. Sicher sind auch eine gewisse Führungserfahrung und ein sicheres Auftreten von Vorteil.

In Ihrem Bereich sind viele Generationen tätig. Wie arbeiten diese zusammen?

Ich gehöre bei uns mit meinen 40 Jahren zur „jungen“ Generation. Ich bin hier aber sehr gut akzeptiert worden und kann von den langjährigen Erfahrungen der anderen profitieren. Nun ist bei uns gerade ein Generationenwechsel im Gange. Viele Mitarbeitende werden in den nächsten Jahren pensioniert. Wir arbeiten in einem Spezialgebiet. Das verlangt spezielle Kenntnisse und Erfahrung, zum Beispiel in Bezug auf die Normen und Weisungen. Wir funktionieren als Team und versuchen so, möglichst viel Wissen an die junge Generation weiterzugeben.