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Matthias Rudin

Matthias Rudin, J+S Verantwortlicher Rückschlagspiele, Bundesamt für Sport
Matthias Rudin, J+S Verantwortlicher Rückschlagspiele, Bundesamt für Sport

Konzepte erarbeiten und Kurse leiten 

Sie sind am BASPO in Magglingen tätig. Wofür sind Sie verantwortlich?

Ich bin zuständig für die sogenannten Rückschlagspiele. Dazu zählen Badminton, Squash, Tischtennis und Tennis. Für diese vier Sportarten habe ich die personelle Verantwortung. Beim Tennis nehme ich selbst auch die Funktion des Fachleiters wahr. Als drittes Standbein ist mir der Bereich Sicherheit, Integration und Prävention zugeteilt. Dort geht es zum Beispiel um Behindertensport, Doping, Sucht oder Gewalt. Diese Themen fliessen über die Fachleiter in die J+S-Kurse ein und finden so den Weg zur Basis. Diese Aufgaben haben meinen Horizont über den Tennisplatz hinaus erweitert.

Wie sind Sie zu diesem vielfältigen Beruf gekommen?

Mein heutiger Job ist tatsächlich sehr abwechslungsreich und herausfordernd. Während vielen Jahren habe ich als Lehrer auf verschiedenen Stufen unterrichtet. Parallel dazu habe ich in mehreren Schritten meine heutigen Aufgaben am BASPO übernommen. Dies forderte von beiden Arbeitgebern und von mir selbst viel Flexibilität. Das BASPO hat mir dann immer weitere Angebote gemacht, ich spürte Vertrauen, so dass ich am Schluss ganz auf das BASPO gesetzt habe. Ich kann konzeptionell tätig sein, aber auch unterrichten. Vermutlich könnte ich nicht näher an meinen Traumjob heran kommen!

Wie sieht denn ein typischer Arbeitstag aus?

Bei mir gibt es keinen typischen Arbeitstag. Mal habe ich einen Termin in Bern bei Swiss Olympic, mal geht es als Vorgesetzter um Personalfragen in Magglingen, mal bin ich für eine Woche im Tessin und leite dort einen Kurs. Die Kursleitung beinhaltet alles Organisatorische, aber auch das Inhaltliche und das Briefing der Experten. Ich stehe aber auch gerne selber auf dem Platz und übernehme eine Gruppe für methodische, didaktische oder technische Aspekte. Über die Expertenschulung werden meine Ideen an die Leiterinnen und Leiter weitergegeben, bis sie schliesslich von den Kindern auf allen Tennisplätzen in der ganzen Schweiz umgesetzt werden.

Was motiviert Sie an Ihrer Arbeit beim BASPO?

Das BASPO ist ein sehr dynamischer Betrieb, die Stimmung ist gut, der Gedanke des Sports ist überall, in all seinen Facetten. Tennis und die Rückschlagsportarten insgesamt faszinieren mich. Über die Sicherheit, Integration und Prävention habe ich Kontakte mit anderen Abteilungen wie Sportpolitik oder Medical Center, ich bewege mich in einem breiten Netzwerk mit kantonalen Sportämtern, Behindertensportverbänden oder der Beratungsstelle für Unfallverhütung. Wir haben Handlungsspielräume und können im Sport planerisch und konzeptionell etwas entwickeln und bewegen. Das motiviert mich jeden Tag.