Beat Niederhauser

«Unsere Ausbildung geniesst einen guten Ruf. Dies bestätigen uns die vielen positiven Feedbacks.»

Beat Niederhauser, Verantwortlicher für die Lernendenausbildung Automobilmechatronik, Logistikbasis der Armee, Armeelogistikcenter Thun
Beat Niederhauser, Verantwortlicher für die Lernendenausbildung Automobilmechatronik, Logistikbasis der Armee, Armeelogistikcenter Thun

In welchen verschiedenen Ateliers arbeiten die Lernenden?

Die Lernenden entscheiden sich zu Beginn der Lehre entweder für die Richtung Personenwagen oder Nutzfahrzeuge. Unabhängig von der gewählten Fachrichtung verbringen sie einen Teil ihrer Ausbildung unter anderem in der Karosserie, in der mechanischen und der technischen Werkstatt, ebenso in Malerei, Schlosserei, Panzerwerkstatt, Zentrallager, Batterie-Dienst, Sattlerei etc. . Die Ausbildung ist somit sehr breit und vielseitig.

Was ist Ihnen in Ihrer Funktion als Verantwortlicher für die Lernenden wichtig?

Für mich stehen die Lernenden im Vordergrund. Nach meiner Ausbildung zum Diagnostiker hatte ich den Wunsch, mein Wissen und meine Erfahrungen an junge Menschen weiterzugeben. Ich will ihnen eine gute Ausbildung, Durchhaltewillen und Selbstdisziplin mitgeben, damit sie später in der Arbeitswelt bestehen und erfolgreich sind.

Was erwarten Sie von Bewerberinnen und Bewerbern?

Sie sollten überdurchschnittliche Mathematikkenntnisse, ein gutes Vorstellungsvermögen sowie eine schnelle Auffassungsgabe mitbringen. Zudem ist vernetztes Denken relevant, da Fehler und Defekte häufig nicht offensichtlich sind. Und natürlich muss der Wille etwas zu lernen, vorhanden sein!

Was unterscheidet eine Lehre in der Logistikbasis der Armee (LBA) von derselben Lehre in einem anderen Betrieb?

Die Lernenden können Probleme und Defekte genau untersuchen und sich für Reparaturen die nötige Zeit nehmen. Anders als im Privaten braucht der Kunde das Fahrzeug oft nicht am gleichen Tag wieder. Dies bedeutet jedoch nicht, dass stundenlang an einem Fahrzeug gearbeitet werden kann, weil auch wir uns an Zeiten halten müssen. Die Lehre hier ist sehr abwechslungsreich, denn die Lernenden erhalten während ihrer vierjährigen Ausbildung einen Einblick in zwölf verschiedene Ateliers.

Wie sehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt nach der Lehre im VBS aus?

Die Chancen stehen gut. Als Lehrbetrieb geniessen wir einen sehr guten Ruf. Dies bestätigen uns auch die vielen positiven Feedbacks privater Unternehmen, welche die von uns ausgebildeten Berufsleute anstellen. Ein Wechsel in die Privatwirtschaft ermöglicht den Berufseinsteigern, wichtige Erfahrungen zu sammeln. Wir sind aber unsererseits bestrebt, offene Stellen intern und wenn immer möglich mit ehemaligen Lernenden zu besetzen.