Michel Kaderli

«Ich arbeite in verschiedenen Lagern und mit unterschiedlichen Materialien. Das gefällt mir und macht meine Lehre abwechslungsreich.»

Michel Kaderli, Logistiker, Lehre in der Logistikbasis der Armee, Armeelogistikcenter Thun
Michel Kaderli, Logistiker, Lehre in der Logistikbasis der Armee, Armeelogistikcenter Thun

Wie kamst du auf den Beruf Logistiker?

Eigentlich wollte ich Lastwagenführer werden. Doch damals gab es keine freie Lehrstelle. Logistiker war aber eine gute Alternative. Während der Schulzeit begleitete ich meinen Vater am Vater-Tochtertag (heute Zukunftstag) zur Arbeit. Dort wurden uns die verschiedenen zivilen und militärischen Berufe der Armee vorgestellt. Unter anderem konnten wir auch das Zentrallager der Logistikbasis der Armee (LBA) besuchen. Das hat mir sehr gut gefallen. So kam es, dass ich mich für eine Schnupperlehre in der LBA anmeldete und mich schliesslich für die ausgeschriebene Lehrstelle bewarb.

Du bist nun im 2. Lehrjahr. Gibt es Unterschiede zum 1. Lehrjahr?

Ich kann heute sicher mehr Aufgaben erledigen. Im Vergleich zum ersten Lehrjahr bin ich viel kompetenter und selbständiger. Ich arbeite in ganz verschiedenen Lagern und mit unterschiedlichen Materialien. Das gefällt mir und macht meine Lehre abwechslungsreich.

In welchen Bereichen wirst du während der Lehre arbeiten?

Hier in Brenzikofen haben wir vier verschiedene Lager: Verpflegung, persönliche Ausrüstung, Kardex (Abzeichen) und Mittelhochregale, wo wir volle Paletten lagern. In Thun werde ich zudem im Wareneingang und -ausgang, im Hochregallager, Kleinteillager und im Keller, wo Waren aus den verschiedenen Lagern zusammengeführt und verpackt werden, arbeiten.

Hattest du am Anfang keine Probleme, dich in diesen verschiedenen Lagern zurecht zu finden?

Eigentlich nicht. Ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt. Ich wurde immer gut in die neuen Aufgaben eingeführt. Die Berufs- und Praxisausbildner nehmen sich Zeit für uns und erklären uns die Arbeiten genau. So können offene Fragen direkt geklärt werden.

Was gefällt dir an deiner Arbeit am meisten?

Das Stapler fahren. Das ist etwas Spezielles, etwas, das man nicht einfach so zu Hause machen kann. Und obwohl es mit der Zeit alltäglich wird, macht es immer wieder aufs Neue Spass. Aber es ist ja nicht so, dass wir nur Stapler fahren. Wir beladen die Paletten mit Materialien und Nahrungsmitteln immer von Hand, was oft viel Kraft braucht. Ebenfalls gibt es auch administrative Aufgaben zu erledigen. Diese Vielfalt gefällt mir.