Weiterentwicklung der Dienstpflicht

Der Bundesrat will: Armee und Zivilschutz sollen auch in Zukunft genug Personal haben.
Darum soll die Dienstpflicht weiterentwickelt werden.

Heute fehlen in der Armee und im Zivilschutz immer mehr Personen.
Im Zivilschutz gibt es weniger Dienstpflichtige als geplant.
Und in der Armee wird es schwieriger, genug Leute zu behalten.

Darum hat der Bundesrat Massnahmen gestartet.
Gesetze zum Zivilschutz und zum Zivildienst sollen angepasst werden.
Es sollen weniger Menschen in den Zivildienst wechseln.
In der Armee soll der Dienst besser zum Alltag passen.
Die Armee will auch neue Spezialaufgaben schaffen.
Und die Dienstzeiten sollen flexibler werden.

Das VBS prüft zwei Modelle für die Zukunft.

Das erste Modell heisst Sicherheitsdienstpflicht.
Dann wären wie heute nur Schweizer Männer dienstpflichtig.
Sie würden Dienst leisten in der Armee oder in einem neuen Katastrophenschutz.
Dieser Katastrophenschutz wäre eine neue Organisation aus Zivilschutz und Zivildienst.
Die Kantone wären dafür zuständig.

Das zweite Modell heisst bedarfsorientierte Dienstpflicht.
Dann wären auch Schweizer Frauen dienstpflichtig.
Dienst leisten müssten aber nur Personen, die wirklich gebraucht werden.
Der Zivildienst würde bestehen bleiben.

Beide Modelle sollen den Personalmangel langfristig lösen.
Beide Modelle würden aber auch mehr Geld kosten.
Zum Beispiel für Gebäude und Ausbildung.
Und jedes Jahr für Bund und Kantone.
Darum wird die Einführung zusammen mit den Kantonen sorgfältig geprüft.

Der Bundesrat will auch einen obligatorischen Orientierungstag für Frauen.
Dieser Tag informiert über Möglichkeiten in Armee und Zivilschutz.
So sollen mehr Frauen freiwillig Dienst leisten.
Dafür braucht es eine Änderung der Bundesverfassung.
Der Bundesrat hat den Vorschlag am 12. November 2025 zur Diskussion gegeben.
Bis 28. Februar 2026 können Kantone, Parteien und Organisationen dazu ihre Meinung sagen.

Bundesrat und Parlament sind sich einig: Armee und Zivilschutz brauchen genug Personal.
Das Parlament will aber schneller vorwärts machen.
Es verlangt, dass die Sicherheitsdienstpflicht so bald wie möglich eingeführt wird.
Und es will prüfen lassen, ob es für den Zivildienst wieder eine Gewissensprüfung geben soll.