Munition in Schweizer Seen
In mehreren Schweizer Seen liegt alte Munition der Armee.
Zum Beispiel im Thunersee, im Brienzersee und in Teilen des Vierwaldstättersees.
Dort liegen zusammen rund 8'000 Tonnen Munition und Reste von Munition.
Das VBS hat untersucht:
Ist diese Munition gefährlich für Menschen oder für die Umwelt?
Die bisherigen Untersuchungen zeigen:
Es gibt keine Hinweise, dass aus der Munition Stoffe ins Seewasser gelangen.
Darum prüft das VBS die Seen weiter in grösseren Abständen.
Der Boden im See wird etwa alle 10 Jahre untersucht.
Das Seewasser wird etwa alle 5 Jahre untersucht.
Auch im Neuenburgersee gibt es Munitionsreste.
Das betrifft den Fliegerschiessplatz Forel.
Dort liegen laut einer älteren Untersuchung rund 4'500 Tonnen Munitionsreste im See.
Seit 2021 wird in Forel nicht mehr geschossen.
Im Jahr 2021 hat das VBS dort wieder Proben genommen.
In diesen Proben wurden keine Explosivstoffe gefunden.
Trotzdem werden weitere Untersuchungen gemacht.
So will man die Lage im See noch besser verstehen.
Ein besonderer Fall ist der Rotsee bei Luzern.
Dort gab es 1916 eine Explosion in einem Munitionslager.
Dabei flogen Handgranaten in den See.
Bisher wurden rund 1'500 Handgranaten geborgen.
Man schätzt: Etwa 8'600 liegen noch auf dem Grund des Sees.
Das VBS untersucht den Rotsee nun genauer.
Es prüft:
Wo liegt die Munition?
Und gibt es Belastungen für die Umwelt?
Die Arbeiten dazu beginnen im Herbst 2024.
