2025 leistete die Armee 5,7 Millionen Diensttage
Bern, 03.03.2026 — 2025 haben die Angehörigen der Schweizer Armee 5,7 Millionen Diensttage und damit rund 180'000 Tage mehr als 2024 geleistet. Davon entfielen 210'847 Diensttage auf Operationen, Einsätze und Unterstützungsleistungen. Die Truppenaufwände beliefen sich auf 207,2 Millionen Franken.
2025 wurden in der Schweizer Armee insgesamt 5'741'469 Diensttage geleistet. Das sind 180'716 Tage mehr als im Vorjahr (2024: 5'560'753). Die Truppenaufwände (Sold, Verpflegung, Unterkunft, Transporte, Dienstleistungen Dritter, Land- und Sachschäden und allgemeine Ausgaben) stiegen von 201,3 Millionen Franken im Vorjahr um 5,9 Millionen Franken auf 207,2 Millionen Franken.
Weniger Diensttage in Einsätzen
Im Rahmen von Operationen, Einsätzen und Unterstützungsleistungen leistete die Armee insgesamt 210'847 Diensttage, was gegenüber dem Vorjahr (2024: 249'947) einem Rückgang um rund 16 Prozent entspricht. Diese Entwicklung ist auf den geringeren Bedarf der Kantone an militärischen Mitteln zurückzuführen.
Im vergangenen Jahr leistete die Armee im Rahmen des World Economic Forum (WEF) in Davos, das vom 20. bis 24. Januar 2025 stattfand, einen subsidiären Sicherungseinsatz. Im Rahmen dieses Assistenzdienstes zugunsten des Kantons Graubünden leisteten die Armeeangehörigen 67 838 Diensttage und die Luftwaffe kam auf 518 Flugstunden.
Nach dem vom Abbruch des Birchgletschers ausgelösten Bergsturz auf das Dorf Blatten stand die Armee im Rahmen der militärischen Katastrophenhilfe vom 28. Mai bis 26. Juni 2025 zugunsten des Kantons Wallis im Einsatz. Die eingesetzten Armeeangehörigen halfen, Wassermassen abzupumpen, die Beleuchtung des Schadenplatzes sicherzustellen, Schlamm und Schutt abzutragen, den Verkehr zu regeln, die Beobachtung bei Nacht zu gewährleisten sowie Lufttransporte und Aufklärungsflüge durchzuführen und leisteten dabei insgesamt 539 Diensttage und etwas mehr als 31 Flugstunden.
Anzahl Diensttage in der militärischen Friedensförderung bleibt stabil
Der Leistungsumfang bei den Friedensförderungsdiensten im Ausland blieb mit 101'425 Diensttagen im Vergleich zum Vorjahr (2024: 99'851) stabil. Der grösste Beitrag in diesem Bereich entfällt mit 73'382 Diensttagen auf den Einsatz der Swisscoy in Kosovo.
Mehr Diensttage in Assistenzdiensten
2025 unterstützte die Armee 89 Anlässe gemäss der Verordnung über die Unterstützung ziviler oder ausserdienstlicher Tätigkeiten mit militärischen Mitteln (VUM). Dies resultierte in insgesamt 26'063 Diensttagen, was gegenüber dem Vorjahr (2024: 18'438) einem Anstieg um etwa 41 Prozent entspricht. Diese Entwicklung erklärt sich insbesondere durch eine Konzentration wiederkehrender Anlässe von nationaler und internationaler Bedeutung. Dazu zählten zum Beispiel das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Mollis (3'532 Diensttage), die Snowboard-, Freestyle- und Freeski-Weltmeisterschaften im Engadin (1'270 Diensttage) und der Ski-Weltcup in Wengen (2'296 Diensttage).
Auch in dieser Kategorie erfasst werden die Leistungen, welche die Armee zugunsten des Kantons Wallis für Instandstellungsarbeiten nach unvorhergesehenen Naturereignissen erbrachte. Dabei handelte es sich um die Fortsetzung der Räumungsarbeiten in Blatten vom 27. Juni bis zum 11. August 2025, Unterstützungsleistungen in elf Gemeinden des Oberwallis nach den schweren Schneefällen an Ostern sowie die Errichtung einer Militärbrücke im Val des Bagnes.
