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Veröffentlicht am 20. August 2026

Projekt Art WPWM 26 – Artillerie Wirkplattform und Wirkmittel 2026

Übersicht

Die Schweizer Armee modernisiert ihre Artillerie. Die heutige Panzerhaubitze M109 stammt aus den 1960er-Jahren und wird durch ein neues radgestütztes Artilleriesystem ersetzt. armasuisse hat dazu den Beschaffungsvertrag mit dem deutschen Hersteller KNDS Deutschland GmbH & Co. KG unterzeichnet.

Insgesamt werden ein Prototyp und 32 Seriensysteme beschafft. Neben den Artilleriesystemen werden im Vertrag auch Mittel für die Munitionslogistik, Ausbildungs- und Simulationssysteme, Ersatzteile, Dokumentation und Werkzeuge sowie eine erste Palette moderner Geschosse, Zünder und Ladungen beschafft. Diese werden die Wirkung im Ziel im Vergleich zur heutigen Munition verbessern und eine grössere Reichweite (bis 50 Kilometer) des Artilleriefeuers ermöglichen. Ein Prototyp mit der endgültigen Konfiguration für die Schweizer Armee soll im Jahr 2027 fertiggestellt und im Jahr 2028 einer Qualifikation unterzogen werden. Die Seriensysteme werden ab 2031 geliefert.

Das neue System soll gegenüber dem aktuellen mobiler sein, einen besseren Schutz bieten sowie die Wirkdistanz und Präzision erhöhen. Es soll schneller und weiter wirken, rasch die Stellung wechseln und vernetzt operieren. Moderne Sensorik, digitale Führung und automatisierte Abläufe erhöhen die Reaktionsfähigkeit, den Schutz und die Wirkung im Einsatz.

Projektdauer

Projektbeurteilung

Gesamtbeurteilung des Projekts per 30. Juni 2026: Knapp

Hinweise zur Beurteilung

Der Vertrag zur Beschaffung des neuen Artilleriesystems der Schweizer Armee wurde am 8. Juni 2026 unterzeichnet. Die Realisierungsphase wird planmässig Ende 2026 starten.

Trotz der Vertragsunterzeichnung muss das Projekt weiterhin eng begleitet werden, da umfassende Abhängigkeiten zu anderen Projekten bestehen. Die rechtzeitige Integration der Kommunikationsmittel (Beschaffungsschritt 2 – Ersatz Mobile Kommunikation, Projekt TK A) sowie die Einbindung in das neue Informationssystem IPLIS zählen, neben den verfügbaren Personalressourcen, zu den grössten Herausforderungen.

Investitionen

Weitere Informationen

Kommunikation Verteidigung

Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS
Gruppe Verteidigung
Bundeshaus Ost
CH - 3003 Bern