Projekt TK A – Telekommunikation der Armee

Übersicht
Viele der im Einsatz stehenden Telekommunikationssysteme der Armee stammen aus den 1990er-Jahren und erreichen in den kommenden Jahren ihr Nutzungsende. Die Modernisierung soll jedoch nicht System für System, unter Beibehaltung der vielen Schnittstellen zu Nachbarsystemen erfolgen. Vielmehr sollen die zu ersetzenden Systeme in ein Gesamtkonzept integriert werden und damit als Teile einer Informations- und Kommunikationstechnologie-Plattform mit der erforderlichen Bandbreite funktionieren. Dies ermöglicht den durchgängigen Datenaustausch zwischen den Systemen, welcher zentral für das Vorhaben der digitalen Transformation des Sensor-Nachrichten-Führungs-Wirkungs-Verbunds (SNFW) ist. Mit dem Projekt TK A wird dabei die Übertragungs- und Vernetzungsleistungen in der Teilmobilität und Mobilität der Armee modernisiert. Dies ist zwingend notwendig, wenn Einsätze der Armee in einem digitalisierten Gefechtsfeld mit hohem Operationstempo erfolgreich sein sollen. Die Armee beabsichtigt deshalb, die derzeit vielfältige Systemlandschaft in mehreren Beschaffungsschritten in eine einheitliche Telekommunikationsplattform zu überführen. Wo nötig sind auch Nutzungsverlängerungsprojekte vorgesehen, um während der langen Beschaffungszeit der neuen Systeme, bestmögliche Voraussetzungen für den Weiterbetrieb der bestehenden Systeme zu gewährleisten.
Der erste Beschaffungsschritt beinhaltet die Anschaffung und Einführung von Richtstrahlgeräten mit erweiterter Funktionalität und konnte bereits abgeschlossen werden. Mit dem zweiten Beschaffungsschritt werden neue Generationen taktischer Funksysteme, neue Bordverständigungsanlagen und neue Sprechgarnituren beschafft. Der dritte Beschaffungsschritt enthält eine neue Generation Richtstrahlgeräte, den Ersatz für das Integrierte Militärische Fernmeldesystem (IMFS) sowie das Kommunikations-Technologie-Planungssystem. Der vierte Beschaffungsschritt umfasst die Systeme zur Mitnutzung ziviler Telekommunikationsnetze wie beispielsweise das Mobilfunknetz und wurde ebenfalls bereits abgeschlossen. In den nachfolgenden Beschaffungsschritten, ab Ende der 2020er Jahre, sollen Ergänzungen zu den vorhandenen Systemen als auch die Beschaffungen von zusätzlichen Kommunikationsmitteln wie Hochfrequenz-Funk und Satellitenkommunikation erfolgen.
Projektdauer
Projektbeurteilung
Die Gesamtbeurteilung des Projekts per 30. Juni 2026: Knapp
Hinweise zur Beurteilung
- Schritt 1 (Richtstrahl erweiterte Funktionalität. Genehmigt mit zusätzlichem Rüstungsprogramm 2015): Die Beschaffung ist erfolgreich abgeschlossen.
- Schritt 2 (Ersatz mobile Kommunikation. Genehmigt mit Rüstungsprogramm 2020): Im März 2026 konnten die technischen Maturitätstests erfolgreich abgeschlossen und die Neuplanung für die nächste Phase auf dieser Basis freigegeben werden. Im Rahmen der Neuplanung , welche sich nun konsequent an der Roadmap der einsatzkritischen IKT sowie der Zielkonfiguration 2035+ für die Kommunikationssysteme der Armee orientiert, ist auch eine Reduktion der umzubauenden Fahrzeuge vorgesehen. Das Gesamtprojekt TK A befindet sich damit auf deutlich verbessertem Kurs, da die Freigabe der aktuellen Systemversion 7.5, welche die Anforderungen für die bevorstehenden Einführungs- und Nutzungsaktivitäten bei der Truppe in den nächsten zwei Jahren erfüllt, erfolgen konnte.
- Schritt 3 (Richtstrahlgeräte neue Generation, Ersatz Integriertes Militärisches Fernmeldesystem und Kommunikationstechnologie-Planung. Genehmigt mit Rüstungsprogramm 2020): Sämtliche Verträge respektive Nachträge für die Systembeschaffungen liegen unterzeichnet vor.
- Schritt 4 (Mitnutzung zellularer Datenfunknetze. Genehmigt mit Rüstungsprogramm 2020): Die Mitnutzung zellularer Datenfunknetze wurde umgesetzt und das Projekt erfolgreich abgeschlossen.
- Schritt 5 (Teilbefähigung TK A mit zusätzlichen taktischen Funkgeräten und technischen Erweiterungen): Die Angebotsanfrage (Request for Proposal - RfP) wurde am 6. Mai 2026 den drei ausgewählten Firmen zugestellt.
- Beschaffungsschritt 6 befindet sich derzeit in der Initialisierungsphase. Er soll die Gesamtlösung TK A zur Vollbefähigung skalieren und mit den weitreichenden Kommunikationsmitteln erweitern. Bei einer Projektinitialisierung im Laufe des Jahres 2026 wird der Abschluss voraussichtlich im Jahr 2040 erfolgen.
Investitionen
Weitere Informationen
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