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Veröffentlicht am 12. Februar 2026

Projekt TK A – Telekommunikation der Armee

Telekommunikation der Armee

Übersicht

Viele der im Einsatz stehenden Telekommunikationssysteme der Armee stammen aus den 1990er-Jahren und erreichen in den kommenden Jahren ihr Nutzungsende. Die Modernisierung soll jedoch nicht System für System, unter Beibehaltung der vielen Schnittstellen zu Nachbarsystemen erfolgen. Vielmehr sollen die zu ersetzenden Systeme in ein Gesamtkonzept integriert werden und damit als Teile einer Informations- und Kommunikationstechnologie-Plattform mit der erforderlichen Bandbreite funktionieren. Dies ermöglicht den durchgängigen Datenaustausch zwischen den Systemen, welcher zentral für das Vorhaben der digitalen Transformation des Sensor-Nachrichten-Führungs-Wirkungs-Verbunds (SNFW) ist. Mit dem Projekt TK A wird dabei die Übertragungs- und Vernetzungsleistungen in der Teilmobilität und Mobilität der Armee modernisiert. Dies ist zwingend notwendig, wenn Einsätze der Armee in einem digitalisierten Gefechtsfeld mit hohem Operationstempo erfolgreich sein sollen. Die Armee beabsichtigt deshalb, die derzeit vielfältige Systemlandschaft in mehreren Beschaffungsschritten in eine einheitliche Telekommunikationsplattform zu überführen. Wo nötig sind auch Nutzungsverlängerungsprojekte vorgesehen, um während der langen Beschaffungszeit der neuen Systeme, bestmögliche Voraussetzungen für den Weiterbetrieb der bestehenden Systeme zu gewährleisten.

Der erste Beschaffungsschritt beinhaltet die Anschaffung und Einführung von Richtstrahlgeräten mit erweiterter Funktionalität und konnte bereits abgeschlossen werden. Mit dem zweiten Beschaffungsschritt werden neue Generationen taktischer Funksysteme, neue Bordverständigungsanlagen und neue Sprechgarnituren beschafft. Der dritte Beschaffungsschritt enthält eine neue Generation Richtstrahlgeräte, den Ersatz für das Integrierte Militärische Fernmeldesystem (IMFS) sowie das Kommunikations-Technologie-Planungssystem. Der vierte Beschaffungsschritt umfasst die Systeme zur Mitnutzung ziviler Telekommunikationsnetze wie beispielsweise das Mobilfunknetz und wurde ebenfalls bereits abgeschlossen. In den nachfolgenden Beschaffungsschritten, ab Ende der 2020er Jahre, sollen Ergänzungen zu den vorhandenen Systemen als auch die Beschaffungen von zusätzlichen Kommunikationsmitteln wie Hochfrequenz-Funk und Satellitenkommunikation erfolgen.

Projektdauer

Projektbeurteilung

Die Gesamtbeurteilung des Projekts per 31. Dezember 2025: ungenügend

Hinweise zur Beurteilung

Das Gesamtprojekt befindet sich in der Neuplanung, weshalb der Ampelstatus im Vergleich zum letzten Reporting noch unverändert bleibt. Diese Neuplanung (inkl. Risikobeurteilung) wird im 1. Quartal 2026 dem Projektausschuss zur Genehmigung vorgelegt.

Nachfolgend die Beurteilungen der einzelnen Beschaffungsschritte:

  • Schritt 1 (Richtstrahl erweiterte Funktionalität Genehmigt mit zusätzlichem Rüstungsprogramm 2015): Die Beschaffung ist erfolgreich abgeschlossen.
  • Schritt 2 (Ersatz mobile Kommunikation. Genehmigt mit Rüstungsprogramm 2020): Lieferschwierigkeiten und Qualitätsprobleme verzögern die ursprünglich geplante Einführung. Sollte die geforderte technische Maturität nicht nachgewiesen oder die neue Terminplanung wieder nicht eingehalten werden können, wären die Auswirkungen auf die Projekte mit Abhängigkeiten zu TK A gross. Eine Verbesserung der für rot verantwortlichen Qualitätssituation und Liefertreue seitens der Lieferantin konnte anhand von vereinbarten und durchgeführten Testfällen nachgewiesen werden.
  • Schritt 3 (Richtstrahlgeräte neue Generation, Ersatz Integriertes Militärisches Fernmeldesystem und Kommunikationstechnologie-Planung. Genehmigt mit Rüstungsprogramm 2020): Im Teilprojekt Richtstrahlgeräte neuer Generation wurde die Vereinbarung zum nachträglichen Wechsel auf die neuste Modellreihe zur Erhöhung der Flexibilität beim Einsatz von Wellenformen als auch zur Vereinfachung der Frequenzplanung unterzeichnet. Die KT-Planung schreitet mit der erfolgreichen Werksabnahme des Releases 3.0 planmässig voran. Im Teilprojekt Ersatz Integriertes Militärisches Fernmeldesystem konnte die erweiterten Beschaffungsvorbereitungsphase abgeschlossen und der Beschaffungsvertrag innerhalb des vorgegebenen Kostenrahmens unterzeichnet werden.
  • ­Schritt 4 (Mitnutzung zellularer Datenfunknetze. Genehmigt mit Rüstungsprogramm 2020): Die Mitnutzung zellularer Datenfunknetze wurde umgesetzt und das Projekt erfolgreich abgeschlossen. Im Schritt 4 ist geplant, die Anforderungen MzD Minimalausbau auf den MzD Teilbausbau zu erhöhen. (Vorzug der Inhalte aus dem Rüstungsprogramm 2032). Es geht darum, die militärischen Kommunikationsknoten an eine robuste zivile und durch die Armee kontrollierbare Infrastruktur anzubinden (swisscom), um die Integrationsabhängigkeiten neuer Applikationen vom Taktischen Funk auf den mobilen Militärischen Plattformen zu reduzieren.
  • ­Schritt 5 (Teilbefähigung TK A mit zusätzlichen taktischen Funkgeräten und technischen Erweiterungen): Der Projektauftrag wurde am 4. Juni 2025 erteilt. Antworten seitens Industrie auf die publizierte Anfrage (Request for Information) zur Erfüllbarkeit des Beschaffungsbedarfs werden ausgewertet.
  • ­Für den Beschaffungsschritt 6 sind die Arbeiten für die Beauftragungen angelaufen.

Investitionen

Hinweise zu den Investitionen

In der 2. Jahreshälfte 2025 hat die Eidgenössiche Finanzkontrolle (EFK) das Teilprojekt Ersatz IMFS geprüft. Die Publikation durch die EFK ist noch ausstehend.

Weitere Informationen

Kommunikation Verteidigung

Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS
Gruppe Verteidigung
Bundeshaus Ost
CH - 3003 Bern