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Veröffentlicht am 12. Februar 2026

Projekt WEP2030 – Werterhalt Sicherheitsfunknetz Polycom

Zivilschutzleistende mit Funkgerät TPH900

Übersicht

POLYCOM ist das Sicherheitsfunknetz der Behörden und Organisationen für Rettung und Sicherheit (BORS). Dessen Betrieb soll bis mindestens 2030 sichergestellt werden. Dafür sind werterhaltende Massnahmen notwendig. Für den Umbau der Infrastruktur ist ein systemtechnischer Übergang zu entwickeln, welcher den Parallelbetrieb von neuen Basisstationen zusammen mit Basisstationen der älteren Technologie erlaubt. Ende 2025 sollen die rund 750 Basisstationen dem neu-en Standard entsprechen und der Parallelbetrieb soll eingestellt werden.

Das Projekt besteht aus zwei Teilen:

  • Verantwortung Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS: Entwicklung, Beschaffung und den Betrieb der Nachfolgetechnologie, sowie eine Gateway-Lösung für die zentralen Komponenten des gesamten Netzverbunds Schweiz.
  • Verantwortung Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG): Erneuerung der Umsysteme inkl. Anschlussnetze im Rahmen der Migrationsvorbereitungen für den Ersatz ihrer ca. 250 Basisstationen. Der Ersatz der übrigen 500 Basisstationen liegt in der Verantwortung der Kantone, wobei das BABS die Sicherheits- und Migrationsvorgaben erstellt.

Projektdauer

Hinweise zur Dauer

Aus aktueller Sicht kann das Projekt 2026 abgeschlossen werden.

Projektbeurteilung

Gesamtbeurteilung des Projekts per 31. Dezember 2025: knapp

Hinweise zur Beurteilung

Aufgrund der Verzögerung in den kantonalen Projekten war eine Ausserbetriebnahme der TDM-Funktionalität im Jahr 2025 nicht mehr möglich und findet deshalb Mitte 2026 statt. Der Verpflichtungskredit, bewilligt vom Parlament 2016, umfasst auch die Mehrkosten des Parallelbetriebs. Entsprechend ist das Projekt in 2 Phasen gegliedert worden:

  • 1. Phase: Erstellen der Funktionalität des zukünftigen Systems
  • 2. Phase: Parallelbetrieb; Migration der Basisstationen, zentralen und dezentralen Komponenten und Einsatzzentralen der Kantone mit Rückbau der alten TDM-Infrastruktur

Nicht mehr Teil des Projekts WEP2030 ist der reguläre Betrieb Tetrapol IP.

Investitionen

Hinweise zu den Investitionen

Im Verpflichtungskredit sind für das Projekt WEP2030 dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz 94,2 Mio. Franken bewilligt worden. In diesem Betrag sind die gesamten Projektkosten inkl. Parallelbetrieb enthalten. Zusammen mit den Leistungen des Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (65,4 Mio. Fr.), einem Nachtragskredit von 13,8 Mio. Franken für die Jahre 2015 und 2016 sowie den Kosten für die Phase der Analyse und Vorspezifikation WEP2030 von 3,5 Mio. Franken ergibt sich ein Gesamtkredit von 177 Mio. Franken für das Projekt WEP2030. In der Phase 2 sind Mehrkosten für den Parallelbetrieb (Tetrapol TDM / Tetrapol IP) angefallen. Diese sind durch das Projekt abgerechnet worden. Diese Mehrkosten sind nun anteilmässig gekürzt worden, da das Projekt Mitte 2026 abgeschlossen werden kann und somit die Kosten für den Parallelbetrieb in den Folgejahren wegfallen. Das Gesamtvolumen reduziert sich somit auf 173 Mio. Franken. Die Differenz zwischen den geplanten Investitionen von 173 Mio. Franken und der Prognose der Ist-Kosten von 165 Mio. Franken resultiert daraus, dass die Finanzreserven bis Ende Projekt voraussichtlich nicht vollständig ausgeschöpft werden.

Gegenüber der bisherigen Berichterstattung ebenfalls korrigiert sind die bisherigen Ausgaben. Fälschlicherweise wurden in den Berichterstattungen bis Mitte 2025 die internen Personalaufwände eingeschlossen.

Weitere Informationen

Kommunikation BABS

Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS
Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS
Guisanplatz 1B
CH - 3003 Bern