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Air2030: Saab nimmt an der Flug- und Bodenerprobung für ein neues Kampfflugzeug (NKF) nicht teil

Bern, 13.06.2019 – Der schwedische Hersteller Saab hat heute armasuisse informiert, dass Saab an der Flug- und Bodenerprobung für ein neues Kampfflugzeug in Payerne nicht teilnehmen wird. In der Evaluation verbleiben damit die vier Kandidaten Airbus (DE), Boeing (USA), Dassault (FRA) und Lockheed Martin (USA).

Am Donnerstag, 13. Juni 2019, hat der schwedische Hersteller Saab armasuisse mitgeteilt, dass Saab mit dem Gripen E nicht an der Flug- und Bodenerprobung für ein neues Kampfflugzeug für die Schweizer Armee in Payerne teilnehmen werde. Die Erprobung für den Gripen E war vom 24. bis 28. Juni 2019 geplant. Mit der Nichtteilnahme an der Flug- und Bodenerprobung scheidet der Gripen E aus dem Evaluationsverfahren aus. Ein Nachholen der Flug- und Bodenerprobung zu einem späteren Zeitpunkt würde der Gleichbehandlung aller Kandidaten widersprechen und ist keine Option.

Seit Anfang 2018 steht armasuisse in regelmässigem Austausch mit allen Bewerbern und hat sowohl den Prozess wie auch die Kriterien aufgezeigt. Spezialisten von armasuisse und der Schweizer Luftwaffe kamen aufgrund aktueller Informationen und Analysen zum Reifegrad und der Integration der Subsysteme zum Schluss, dass mehrere der vorgesehenen Missionen nicht zielführend durchgeführt werden könnten. Aus diesem Grund hat armasuisse Saab empfohlen, sich aus der Evaluation zurückzuziehen. Offenbar kam Saab in einer eigenen Abschätzung auch zum Schluss, an der Flug- und Bodenerprobung nicht teilzunehmen.

In der Evaluation verbleiben die folgenden vier Kandidaten:
• Airbus mit dem Eurofighter (DE)
• Boeing mit dem F/A-18 Super Hornet (USA)
• Dassault mit dem Rafale (FRA)
• Lockheed Martin mit dem F-35A (USA)


Weiteres Vorgehen im Projekt Neues Kampfflugzeug

Die Erkenntnisse aus der Analyse- und Erprobungs-Phase wird armasuisse in Zusammenarbeit mit Armeestab, Luftwaffe, Logistikbasis der Armee und der Führungsunterstützungsbasis in Fachberichten für jeden Kandidaten separat zusammenfassen. Diese Fachberichte sind die Grundlage für einen systematischen und umfassenden Vergleich zwischen den Kandidaten, der im zweiten Halbjahr 2020 durchgeführt wird. Die Fachberichte dienen auch dazu, für jeden Flugzeugtyp die erforderliche Flottengrösse zu bestimmen.

armasuisse wird nach gegenwärtigem Zeitplan auf dieser Grundlage eine zweite Offertanfrage erstellen und den Kandidaten übergeben. Mit den Erkenntnissen aus der zweiten Offerte wird armasuisse die Kandidaten auf Basis der Fachberichte miteinander vergleichen und den Gesamtnutzen pro Kandidat ermitteln. Dann wird der Evaluationsbericht erarbeitet, in dem der jeweilige Gesamtnutzen den Beschaffungs- und Betriebskosten für 30 Jahre gegenübergestellt wird. Der Typenentscheid erfolgt durch den Bundesrat.

Weiterführende Informationen

Adresse für Rückfragen

Herr Kaj-Gunnar Sievert
Leiter Kommunikation armasuisse
+41 58 464 62 47

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