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MitteilungVeröffentlicht am 1. Juli 2021

Bedrohte Vögel nisten auf Waffenplätzen

Das Programm Natur-Landschaft-Armee des VBS zeigt Wirkung. So hat sich auf den Waffenplätzen Bure und Bière die seltene Heidelerche eingenistet. Diesem Erfolg widmet die Schweizerische Vogelwarte Sempach in ihrem Tätigkeitsbericht 2020 ein Kapitel.

Die Heidelerche bewohnt halboffene Lebensräume mit lückiger Vegetation. Da diese in der Schweiz zunehmend rar geworden sind, ist auch die Heidelerche vielerorts verschwunden. Heutige Vorkommen konzentrieren sich hauptsächlich auf den Jurakreten, den Schaffhauser Randen und das Wallis. «Allerdings besteht Hoffnung, denn ganz unerwartete Orte haben es der Heidelerche angetan: Die Waffenplätze der Armee in Bure (JU) und Bière (VD)», schreibt die Schweizerische Vogelwarte Sempach in ihrem Tätigkeitbericht 2020.

Die Waffenplätze würden aufgrund der umherfahrenden Panzer ein Mosaik aus offenen und halboffenen Lebensräumen mit kaum bewachsenen Flächen, sogenannten Pionierstandorten, aufweisen. Der Boden werde nicht gedüngt, die Vegetation sei lückig und vielfältig und biete ideale Lebensbedingungen für verschiedene Insektenarten. Damit gebe es für die Heidelerche nicht nur reichlich, sondern auch gut zugängliche Nahrung.

Zählungen der Vogelwarte belegen, dass die Dichte der Heidelerche auf den Waffenplätzen von Bure und Bière sehr hoch ist: Jede achte Heidelerche der Schweiz brütet hier. Auch andere bedrohte Vogelarten wie Neuntöter oder Dorngrasmücke bewohnen diese Biodiversitäts-Hotspots.

Mit seinem Programm «Natur-Landschaft-Armee» strebt das VBS an, diese Vielfalt mit der militärischen und landwirtschaftlichen Nutzung zu vereinen. Die Vogelwarte unterstützt das VBS dabei mit Vorschlägen, wie die Biodiversität zukünftig noch weiter gefördert werden kann.

Natur-Landschaft-Armee