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Youth Olympic Games in der Schweiz eröffnet

Im Beisein von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga wurden gestern Abend in der Vaudoise Arena in Lausanne die Olympischen Jugendspiele eröffnet. Sie dauern bis zum 22. Januar. Am Start stehen rund 1900 Athletinnen und Athleten aus 79 Ländern.

10.01.2020 | Kommunikation BASPO, Kurt Henauer

Foto: Olympic Infomation Services (OIS)

Mit den Olympischen Jugendspielen oder internationaler den Youth Olympic Games YOG 2020 kommt die Schweiz 72 Jahre nach St. Moritz wieder zu Olympischen Winterspielen. Sie werden kantons- und länderübergreifend in den Kantonen Waadt, Wallis und Graubünden sowie im französischen Les Tuffes durchgeführt. Die Athletinnen und Athleten im Alter zwischen 15 und 18 Jahren kämpfen in 16 Disziplinen und Sportarten an acht verschiedenen Wettkampfstätten um 81 Medaillensätze. Die Schweiz ist als Gastgeber mit 112 jungen Sportlerinnen und Sportlern dabei; das sind deutlich mehr als bei den ersten beiden Austragungen 2012 in Innsbruck (27) und 2016 in Lillehammer (48).

Total 14 Millionen vom Bund

Das Budget für die Organisation und Durchführung beträgt rund CHF 36 Millionen. Die öffentliche Hand (Stadt, Kanton, Bund) beteiligt sich mit je 8 Mio. Franken. Dazu kommen vom Bund sechs Millionen aus dem Nationalen Sportanlagenkonzept für den Bau der neuen Eishalle in Malley, der Vaudoise Arena. In der Heimstätte des Lausanne HC werden im Mai auch Spiele der Eishockey-A-Weltmeisterschaft ausgetragen. Im Rahmen der Unterstützungsleistungen von Grosssportanlässen durch die Armee, werden an den YOG 2020 zur Unterstützung des Organisationskomitees rund 2300 Diensttage geleistet. Überdies stehen an den YOG Leute vom Zivilschutz im Einsatz.

Für die ersten Jugendspiele in der Schweiz setzen die Veranstalter auf Nachhaltigkeit. So wurde unter anderem das Athletendorf in Lausanne, das Vortex-Gebäude, als langfristige Investition für junge Menschen konzipiert. Nach den YOG dient es als Studenten-Campus der Uni Lausanne. Als Novum in der noch jungen Geschichte der Olympischen Jugendspiele wohnen erstmals alle Athletinnen und Athleten unter einem Dach. Überdies wird das dezentrale Veranstaltungskonzept als Premiere in der Geschichte der YOG vollständig mit dem Öffentlichen Verkehr realisiert.

Neue Sportarten

Die YOG enthalten praktisch alle Symbole der richtigen Spiele, wie Olympische Flamme, Olympisches Dorf oder die Olympischen Ringe. Jugendspiele gelten im Vergleich mit den «richtigen» Spielen der Elite aber als Ausbildungsspiele für Sportler Trainer und Funktionäre. Auch deshalb finden täglich verschiedene Workshops und Veranstaltungen zu verschiedenen Themen statt. Vermittelt werden beispielsweise Trainingsempfehlungen basierend auf Leistungstests oder der Umgang mit den Medien. Für die Weltspitze von morgen werden auch neue Sportarten angeboten: Skitouren-Rennen, Langlauf mit Hindernissen, diverse Mixed-Teamwettkämpfe sowie Monobob (Einzelfahrer in Minibob).

Der grösste Jugendsportanlass der Welt, der für die Schweiz eine perfekte Grösse hat, ermöglicht auch Imagetransfer für Schweizer Tugenden wie Organisation, Budgetpräzision, Zuverlässigkeit und Innovation. Miteinbezogen wurde für die Planung und Organisation ebenfalls die Bevölkerung: Rund 130'000 Jugendliche und Studierende aus der ganzen Schweiz helfen vor, während und nach den Spielen mit. So gestalteten Studierende unter anderem das Maskottchen Yodli, das von Kindern ausgewählt wurde. Es kombiniert Kuh, Ziege und Bernhardiner.