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Nutzungsverlängerung der Mittleren Fliegerabwehr ist auf Kurs

Mit der Nutzungsverlängerung der Mittleren Fliegerabwehr soll diese bis mindestens 2025 eingesetzt werden können. Gleichzeitig geht es um eine Erweiterung des bestehenden Sensorverbundes. Dass das Projekt auf Kurs ist, haben Einsatztests bewiesen.

12.09.2018 | Kommunikation VBS, Marco Zwahlen

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Auf dem Fliegerabwehr Schiessplatz S-chanf im Engadin hat das System Mittlere Fliegerabwehr (M Flab) beim Verifikationsschiessen bewiesen, dass die getroffenen Massnahmen zum Werterhalt die Feuerkraft und Präzision erhalten haben. Das Verifikationsschiessen gliederte sich in zwei zeitlich dicht aufeinander folgende Tests: Einem Abnahmeschiessen zusammen mit der Rekrutenschule des Lehrverbands Fliegerabwehr 33 und einem Truppenschiessen mit der Mittlere Fliegerabwehr Abteilung 45 sowie einem Detachement Einsatzoffiziere der Operationszentrale Luftwaffe.

Mit den Werterhaltungsmassnahmen soll die Nutzungsdauer der 35 mm-Fliegerabwehrkanonen und der Feuerleitgeräte bis mindestens 2025 verlängert werden. Zudem geht es um eine Erweiterung des bestehenden Sensorverbundes respektive die erweiterte Vernetzung der Feuerleitgeräte mit einer zentralen Führungsanlage. Heute kann nur eine Abteilung mit sensorverbundfähigem Material ausgerüstet werden. Die beiden anderen, noch nicht vernetzten Abteilungen sind entsprechend umzurüsten. Mit der angestrebten Vereinheitlichung wird eine einheitliche Ausbildung und vor allem der gleichzeitige Schutz von Objekten wie zum Beispiel internationale Konferenzen und zivile oder militärische Infrastrukturobjekte an mehreren Standorten ermöglicht.

Erster regulärer Einsatz folgt 2019

Die Auslieferung der noch im Umbau befindlichen Geräte läuft plangemäss bis Ende 2019. Am World Economic Forum (WEF) im Januar 2019 ist der erste reguläre Einsatz des Systems M Flab Sensorverbund in der nutzungsverlängerten Konfiguration geplant. Daneben werden in weiteren Tests die verschiedenen Verbindungsarten zwischen Führungsanlage und Feuereinheiten optimiert und einem Belastungstest unterzogen. Stand heute lässt sich sagen: Das bis Ende 2019 dauernde Projekt, für welches 2015 das Parlament 98 Millionen Franken genehmigt hat, ist bezüglich den Qualitäts-, Kosten- und Zeitanforderungen auf Kurs.