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Luftwaffen-Standorte profitieren von Arbeitsplätzen und Investitionen

Auf den Militärflugplätzen Payerne, Emmen und Meiringen hat das VBS insgesamt rund 1300 Vollzeitstellen. Und: In den kommenden Jahren sollen um die 500 Millionen Franken in die Standorte investiert werden.

31.05.2022 | Kommunikation VBS, Marco Zwahlen

F-35A in Payerne.


Die Luftwaffe überwacht, schützt und verteidigt im Krisenfall den Schweizer Luftraum. Dazu braucht sie den F-35A und das Patriot-System zur bodengestützten Luftverteidigung. Und sie braucht qualifizierte Mitarbeitende und moderne Infrastrukturen.

Rund 1300 Vollzeitstellen des VBS...

Auf den Militärflugplätzen Payerne, Emmen und Meiringen hat das VBS insgesamt rund 1300 Vollzeitstellen und rund 60 Lernende (Stand Dezember 2021).

  • Payerne: 613 Vollzeitstellen, davon 32 Lehrstellen. Der Aufbau und die Umsetzung des 24-Stunden-Luftpolizeidienstes hat in den letzten vier Jahren rund 100 Vollzeitstellen geschaffen.
  • Emmen: 407 Vollzeitstellen, davon 10 Lehrstellen bei der Armee sowie zusätzlich 60 Vollzeitstellen bei der armasuisse
  • Meiringen: 215 Vollzeitstellen, davon 20 Lehrstellen.

…und über 1000 Vollzeitstellen der RUAG

Hinzu kommen weitere rund 800 Vollzeitstellen bei den Standorten der RUAG MRO Holding AG in Emmen, Alpnach und Stans, welche in direktem Zusammenhang mit der Luftwaffe stehen. An den drei Standorten werden rund 120 Lernende ausgebildet.

In Meiringen selbst hat die RUAG MRO Holding AG keine Mitarbeitenden, die direkte Leistungen für die Luftwaffe erbringen. In Wilderswil und Zweisimmen jedoch hat die RUAG MRO Holding AG insgesamt rund 220 Vollzeitstellen in direktem Zusammenhang mit der Luftwaffe. Darunter sind an diesen beiden Standorten insgesamt 39 Lernende.

In Payerne, wo die RUAG MRO Holding AG einen neuen Standplatz betreibt, bestehen 16 Vollzeitstellen.

Daneben sind mindestens Anteile von wichtigen Supportfunktionen in Bereichen wie Logistik, Finanzen oder HR innerhalb des Unternehmens dazuzuzählen.

An den jeweiligen Standorten werden zudem Leistungen von externen Partnern bezogen. Hierbei geht es zum Beispiel um Zulieferer diverser Hilfs- und Verbrauchsmaterialen oder von Mobiliar, Unterhaltsarbeiten an Gebäuden, Kantinen-Verpflegung, Wartung von Firmenfahrzeugen, Umgebungsarbeiten, Leistungen von Reinigungsinstituten und Wäschereien, von Transportunternehmen oder von Hotellerie und Gastronomie. Dabei kann man von einigen Millionen Franken pro Jahr ausgehen.

Investitionen in Höhe von rund einer halben Milliarde

In den Jahren 2022-2029 sollen über 425 Millionen Franken (525 Millionen inkl. F-35A) in die Luftwaffen-Standorte Payerne, Emmen und Meiringen investiert werden. Nachdem bereits 2015-2022 416 Millionen Franken für Investitionen ausgegeben wurden.

  • Payerne: In den Jahren 2015–2021 wurden bedeutende Investitionen in Immobilien auf dem Militärflugplatz und auf dem Waffenplatz getätigt, die sich auf insgesamt 249 Millionen Franken belaufen. In den Jahren 2022–2029 werden weitere 281 Millionen Franken (343 Millionen inkl. F-35A) investiert.
  • Emmen: In den Jahren 2015–2021 sind rund 126 Millionen Franken investiert worden. In den Jahren 2022–2029 sind weitere Investitionen im Umfang von 101 Millionen Franken (114 Millionen inkl. F-35A) geplant.
  • Meiringen: Für Instandhaltung und Neubauten sind in den Jahren 2015–2021 rund 41 Millionen Franken investiert worden. In den Jahren 2022–2029 sind weitere Investitionen im Umfang von 44 Millionen Franken (68 Millionen inkl. F-35A) geplant.

Offsetgeschäfte F-35A

Bei der Beschaffung der neuen Kampfflugzeuge F-35A muss Lockheed-Martin als Hersteller den Vertragswert zu 60 Prozent durch die Vergabe von Aufträgen in der Schweiz kompensieren. Das gesamte Offsetvolumen entspricht einem Wert von 2,9 Milliarden Franken. Zudem vergibt der Bund direkte Aufträge an die Schweizer Industrie im Wert von 67 Millionen Franken. Bei den Unternehmen, die von Offsets profitieren, kommt es zu zusätzlichen Aufträgen und unter Umständen zur Sicherung oder zum Ausbau von Arbeitsplätzen. Offsets können zudem den Zugang zu Spitzentechnologien öffnen, den Erwerb von Know-how ermöglichen, weiteres Exportvolumen generieren und die Stellung der Schweizer Industrie auf den internationalen Märkten stärken. Bei der Beschaffung der heutigen F/A-18 haben knapp 400 Schweizer Unternehmen (davon rund drei Viertel KMU) von Offsets profitiert.


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