Objektblätter Militärflugplätze

Bis zur Verabschiedung der neuen Objektblätter gelten für die im Programmteil des Sachplans Militär 2017 geführten Militärflugplätze (vgl. Kapitel 4.4) weiterhin die Objektblätter des Sachplans Militär von 2001 – mit Ausnahme der Objektblätter für die Militärflugplätze Payerne, Buochs und Dübendorf:

Militärflugplatz Payerne

Wegen der Abhängigkeit zum Bewilligungsverfahren für die zivile Mitbenützung des Militärflugplatzes Payerne wurde das Objektblatt des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) gleichzeitig mit dem Objektblatt des Sachplans Militär am 7. Dezember 2007 vom Bundesrat verabschiedet.

Militärflugplatz Buochs

Die Objektblätter des Sachplans Militär (SPM) und des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) für den Flugplatz Buochs stammen vom 1. Juli 2009. Sie beruhen auf der zivilen Mitbenützung des Militärflugplatzes («Sleeping Base»). Mit dem neuen Stationierungskonzept der Armee wird diese «Sleeping Base» aufgegeben. Raumplanerisch umgesetzt wird dieser Entscheid mit dem neuen Programmteil des Sachplans Militär 2017, wo der Verzicht auf den Militärflugplatz Buochs bis 2022 angezeigt wird. Die Weiterführung des Flugbetriebs erfordert die Umnutzung in einen zivilen Flugplatz nach den luftfahrtrechtlichen Vorgaben. Das Umnutzungsverfahren ist Gegenstand des SIL. Sporadische Einsatz- und Trainingsflüge der Luftwaffe mit Helikoptern und Propellerflugzeugen sollen weiterhin möglich bleiben.

Militärflugplatz Dübendorf

Dossier Militärflugplatz Dübendorf

Militärflugplatz Meiringen

Im Sommer 2007 hat das VBS eine Mitwirkung zum Sachplan Militär durchgeführt. Zum Objektblatt für den Militärflugplatz Meiringen wurden zahlreiche Eingaben eingereicht. Diese verlangten im Wesentlichen eine Reduktion der Flugbewegungen und eine längere Sommerpause zugunsten des Tourismus. Das VBS und die regionalen Vertreter suchten im Kontaktgremium, das vom damaligen Chef VBS eingesetzt wurde, nach Lösungen, um die Interessen von Region und VBS unter einen Hut zu bringen.

Mit einer längeren Sommerpause und einer besseren Rücksichtnahme auf die Feiertage konnten konkrete Verbesserungen erreicht werden. Wenig Spielraum gibt es dagegen bei der Anzahl Flugbewegungen: Um das erforderliche Training der Militärpiloten sowie den Luftpolizeidienst zu gewährleisten und damit auch die Arbeitsplätze auf dem Flugplatz Meiringen in der heutigen Grössenordnung zu erhalten, braucht es in Meiringen weiterhin jährlich 4000-5000 Jet-Flugbewegungen.

Auf Wunsch der regionalen Vertreter im Kontaktgremium hat das VBS die Anpassung des Objektblatts des Sachplans Militär für den Flugplatz Meiringen vorgezogen. Die öffentliche Mitwirkung der Bevölkerung und die Anhörung der Behörden fanden 2011 statt. Aufgrund der 2013 mit dem Stationierungskonzept bekanntgegebenen Schliessung des Militärflugplatzes Sion wurde beschlossen, die Objektblätter für alle verbleibenden Militärflugplätze gleichzeitig anzupassen, um eine Gesamtsicht zu gewährleisten. Das 2011 durchgeführte Mitwirkungsverfahren für den Flugplatz Meiringen wird somit wiederholt und die Objektblätter sämtlicher Militärflugplätze dem Bundesrat gleichzeitig zum Entscheid vorgelegt werden.