Top-Projekte VBS Dezember 2025
Wie schreiten die Top-Projekte des Departementes voran? Der Überblick zum Stand Ende Dezember 2025.
Gesamtbeurteilung
Die einzelnen Projekte
Gesamteinschätzung durch die Stufe Departement
Herausforderungen in den Beschaffungsvorhaben
- Die geopolitische Lage und die Situation auf dem Rüstungsmarkt haben sich weiter verschärft. Die Schweiz geniesst aufgrund ihrer Grösse und der geopolitischen Bedeutung weiterhin eine tiefe Priorität bei der Belieferung mit Rüstungsgütern. Deshalb bleiben Lieferengpässe, Verzögerungen und Preiserhöhungen bei Rüstungsvorhaben weiterhin wahrscheinlich. Nebst diesen externen Herausforderungen wird der planmässige Fortschritt durch finanzielle und personelle Engpässe stark erschwert. Die Ausrichtung der Armee auf das «prioritär notwendige Szenario» kann nicht nur durch Umpriorisierung erreicht werden. Mit dem Entscheid des Bundesrats vom 28. Januar 2026 wurde das VBS beauftragt, dem Bundesrat bis Ende März 2026 eine Vernehmlassungsvorlage über die Finanzierung der prioritär notwendigen Stärkung der Sicherheit und Verteidigung der Schweiz vorzulegen.
- Wesentliche Beschaffungsprojekte bleiben sehr komplex und anspruchsvoll. Es bestehen nach wie vor erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich des Liefertermins der Patriot-Systeme.
Eingeführte Massnahmen
- Beim Projekt ADS-15 wurde ein Richtungsentscheid für das weitere Vorgehen gefällt.
- Die Validierung des Berichts Luftverteidigung der Zukunft wurde abgeschlossen und das weitere Vorgehen an der Medienkonferenz des Chefs VBS am 12. Dezember 2025 vorgestellt. Der Bundesrat hat das VBS beauftragt, die maximal mögliche Anzahl Flugzeuge des Typs F-35A innerhalb des von der Stimmbevölkerung beschlossenen Finanzrahmens von 6 Milliarden Franken zu beschaffen. Aufgrund der weiter verschlechterten Bedrohungslage richtet der Bundesrat die Sicherheitspolitik der Schweiz für die kommenden Jahre neu aus. Dazu erarbeitete er eine sicherheitspolitische Strategie. Die Vernehmlassung dazu wurde am 12. Dezember 2025 eröffnet.
- Die GS-Vertretungen in den Top-Projekten VBS wurden etabliert. Durch einen direkten und kontinuierlichen Dialog konnten die Transparenz erhöht sowie das gegenseitige Verständnis zwischen den beteiligten Stellen weiter gestärkt werden.
- Der WTO-Prozess für die externe Besetzung der Qualitäts- und Risikomanagement-Rollen ist abgeschlossen. Damit stehen bei neuen Projekten bzw. auslaufenden Verträgen rasch qualifizierte Experten zur Verfügung.
- Mit dem Entscheid zum Kriegsmaterialgesetz hat das Parlament einer Lockerung der Waffenexporte zugestimmt. Ziel ist die Stärkung der heimischen Rüstungsindustrie.
- Das VBS hat für die prioritär notwendige Stärkung der Sicherheit und der Verteidigung der Schweiz eine Task Force eingesetzt, welche Massnahmen ausarbeitet, um kritische Lücken im Hinblick auf die aktuelle und wahrscheinlichste (auch hybride) Bedrohung rasch zu schliessen.
- Im Projekt zur Verbesserung der Projektsteuerung und zur Bündelung der Projektmanagementkompetenzen im VBS (KPM VBS) wurden in der Initialisierungsphase ausgewählte Projekte von externer Stelle untersucht. Aus den Erkenntnissen werden bis Mitte März konkrete Umsetzungsmassnahmen erarbeitet, welche bis 2027 umgesetzt werden.
- Basierend auf der Governance Portfoliomanagement VBS, haben die Verwaltungseinheiten die mehrjährige, finanzielle Portfoliosicht geschärft. Weiter haben sie mit einer thematischen Kaskade die Durchgängigkeit aus der Strategie über ihre Portfolios zu ihren Projekten sichergestellt. Zwischen der Stufe Departement und der Stufe Verwaltungseinheit haben erstmals so genannte Portfolioreviews stattgefunden, womit weitere Schritte zur Erarbeitung aussagekräftiger Portfolios festgelegt werden konnten.
- Die Strategie des VBS wurde gezielt weiterentwickelt.
Massnahmen für das folgende Halbjahr
- Nach Air2030 werden unter Einbezug verschiedener Stakeholder bei weiteren Projekten bzw. Programmen Auslegeordnungen vorgenommen. Ziel ist es, Herausforderungen und externen Umstände, welche den Projekterfolg gefährden, frühzeitig zu erkennen, und wo möglich proaktiv Korrekturmassnahmen einzuleiten. Das weitere Vorgehen zur Gewährleistung der Luftverteidigungsfähigkeit wird geprüft.
- In Absprache mit den Sicherheitspolitischen Kommissionen wird das VBS künftig wieder für alle Top- Projekte von einem vierteljährlichen auf ein halbjährliches Reporting wechseln. Gleichzeitig werden den Kommissionen Veränderungen in den Projekten proaktiv und zeitnah mitgeteilt.
- Künftig sollen vermehrt auch Projekte bzw. Vorhaben vor Abschluss der Initialisierungsphase (MS20) durch die Stufe VBS begleitet werden. Dieses Monitoring erfolgt u.a. durch eine GS-Vertretung in den entsprechenden Aufsichtsgremien.
- Das Controlling VBS wird vermehrt einen strategischen Fokus einnehmen. Dazu werden Ziele präziser formuliert, passende Indikatoren zur Messung der Zielerreichung entwickelt und bestehende Daten systematischer ausgewertet.

