Christian Ritz

«Neben dem Fachwissen ist es mir wichtig, den Lernenden Berufsstolz mitzugeben.»

Christian Ritz, Verantwortlicher für die Lernendenausbildung in Polymechanik, Logistikbasis der Armee, Lehrwerkstätte Flugplatz Meiringen
Christian Ritz, Verantwortlicher für die Lernendenausbildung in Polymechanik, Logistikbasis der Armee, Lehrwerkstätte Flugplatz Meiringen

Wie wurden Sie Berufsbildner?

Die damals ausgeschriebene Stelle als Berufsbildner hat mich interessiert, weil ich sehr gerne mit Jugendlichen arbeite. Früher war ich in einem Jugendverein als Leiter tätig. Das hat mich dazu bewogen, die Ausbildung zum Berufsbildner zu machen. Nun bin ich seit drei Jahren Berufsbildner und es gefällt mir sehr gut.

Wie würden Sie Ihr Verhältnis zu den Lernenden beschreiben?

Das Klima zwischen Berufsbildnern und Lernenden sowie auch unter den Lernenden ist sehr gut. So macht es Spass! Wir Berufsbildner sehen die Lernenden jeden Tag und verbringen die Pausen gemeinsam. Wenn es Probleme gibt, helfen wir den Lernenden. Kann ich ihnen nicht helfen, so kenne ich jemanden, der ihnen weiterhelfen kann. Wir finden immer eine Lösung.

Was zeichnet Ihren Lehrbetrieb aus?

Wir sind sehr gut ausgerüstet und decken ein riesiges Spektrum ab. Privatbetriebe können das in der Regel nicht. Die Lernenden können bei uns breite Erfahrungen vom konventionellen Feilen von Hand bis hin zum Bedienen von komplexen Maschinen mit Programmiersoftware, Zeichnungsprogrammen etc. sammeln. Unsere Stärke ist, dass wir den Lernenden dieses vielfältige Handwerk beibringen können. Auch theoretisch sind unsere Lernenden sehr gut unterwegs. Viele Betriebe stellen sehr gerne Lehrabgänger von uns ein, was mich in meiner Arbeit bestärkt.

Was ist Ihnen wichtig in Ihrer Funktion als Berufsbildner?

Neben dem Fachwissen möchte ich den Lernenden auch Berufsstolz mitgeben und sie für den Beruf motivieren. Dazu zählt auch ein sorgfältiger Umgang mit Maschinen und Werkzeug oder das Aufräumen des Arbeitsplatzes am Abend. Das alles verbinde ich mit Berufsstolz. Die Lernenden sollen wissen, dass es ein super Job ist. Polymechaniker/in ist eine anspruchsvolle Lehre – wer nach vier Jahren den Lehrbetrieb mit erfolgreichem Lehrabschluss verlässt, darf stolz sein.

Wie läuft das Bewerbungsverfahren ab?

Interessierte müssen zuerst bei uns schnuppern. Am Anfang der Schnupperlehre machen wir einen eigenen internen Test. Hat jemand in Mathematik und Physik sehr grosse Mühe, muss sie/er sich nochmals überlegen, ob das der richtige Beruf ist, denn beides ist für Polymechaniker/innen sehr wichtig. Gefällt ihnen der Beruf, können sie sich danach für eine Lehrstelle bewerben.