Nicole Stettler

«Ich gehe jeden Tag mit Freude zur Arbeit. Hier kann ich meinen Traumberuf ausüben.»

Nicole Stettler, Tierpflegerin, Lehre im Heer, Kompetenzzentrum für Veterinärdienst und Armeetiere
Nicole Stettler, Tierpflegerin, Lehre im Heer, Kompetenzzentrum für Veterinärdienst und Armeetiere

Das Pflegen von so temperamentvollen Tieren ist sicherlich keine leichte Aufgabe?

Keine leichte aber eine sehr spannende Aufgabe. Ich habe mich schon immer sehr für Tiere interessiert, vor allem für Hunde. Und der Beruf Tierpflegerin war schon seit ich klein war mein Traumberuf. Ich habe mich nie für einen anderen Beruf interessiert.

Was genau beinhaltet die Arbeit als Tierpflegerin?

Wir sind ausschliesslich für die Pflege der Tiere zuständig, bilden diese jedoch nicht aus. Aber natürlich arbeiten wir eng mit den Ausbildnern zusammen. Am Morgen haben wir Zeit, die Zwinger zu putzen und die Aussenparks zu reinigen. Sobald die Hunde am Mittag zu uns kommen, steht Spazieren, Füttern, Bürsten und Pflegen auf dem Programm. Ist ein Hund neu bei uns, wird er zudem zuerst einmal gebadet. Wichtig ist ebenfalls die Ohren- und Krallenkontrolle und jeden Freitag gehen wir mit allen Hunden zum Tierarzt. Da es Sporthunde sind, kommen Verletzungen nicht selten vor.

Bietet das Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere vom VBS nur die Ausbildung mit Hunden an?

Nein. Wir haben die Möglichkeit, neben der intensiven Arbeit mit den Hunden, im 3. Lehrjahr für drei Wochen mit den Pferden zu arbeiten. Im Zuge unserer Ausbildung sind wir auch verpflichtet, jedes Jahr für 6 Wochen in einem Tierheim zu arbeiten, damit wir auch mit anderen Tieren in Kontakt kommen. Ich mag alle Tiere, doch am liebsten arbeite ich mit den temperamentvollen und kräftigen Malis-Hunden zusammen.

Was motiviert dich besonders?

Die Arbeit mit den Tieren. Malis sind sehr anspruchsvolle Hunde, die lernen und gefordert werden wollen. Das Arbeitsklima im Team ist ausserdem super. Wir haben ein respekt- und vertrauensvolles Verhältnis zueinander. Zudem werden die Lernenden früh zu selbständigem Arbeiten angehalten. Ab dem 2. Lehrjahr hat man beispielsweise mit zwei Rekruten Wochenenddienst. Während der Lehre lernt man Eigenverantwortung zu übernehmen und wird dadurch selbstsicherer. Deshalb gehe ich jeden Tag mit Freude zur Arbeit.

Wieso hast du dich gerade für die Lehrstelle beim VBS interessiert?

Das VBS war für mich nichts Neues. Mein Vater arbeitet ebenfalls beim VBS und von daher kannte ich die Strukturen und Bereiche bereits. Ich mag die klaren Linien und das respektvolle Umfeld. Für mich war schnell klar, dass ich eine Lehre mit den Armeetieren machen will. Ich habe mich bereits während der Schulzeit um eine zweiwöchige Schnupperlehre bemüht.