Matthias Wolf

Psychologie und Filmwissenschaft, Universität Zürich
Bundesamt für Bevölkerungsschutz, Geschäftsbereich Ausbildung

Matthias Wolf, Bundesamt für Bevölkerungsschutz, Geschäftsbereich Ausbildung

Wie sind Sie darauf gekommen, ein Praktikum beim VBS zu machen?

Von zwei Seiten her: Als ich das Studium in Psychologie und Filmwissenschaften abschloss, hat mir ein guter Freund, der beim Militär arbeitete, den Tipp gegeben, dass es bei der Bundesverwaltung viele Hochschulpraktika gibt. Ich habe aber nicht sofort darauf reagiert. Erst später, als meine Frau auf das Inserat vom BABS gestossen ist, bin ich darauf aufmerksam geworden. Dieses Hochschulpraktikum im Bereich audio-visuelle Medien kam gerade richtig für mich!

Gibt es in Ihrem Praktikum typische Arbeitstage?

Mein Praktikum besteht einerseits aus Vorbereitungsarbeiten im Büro und andererseits aus Drehtagen ausser Haus. An einem Tag im Büro schreibe ich Drehbücher, entwickle Konzepte und schneide Filme.
An einem Drehtag treffen sich alle vor Ort. Ich helfe sowohl dem Regisseur als auch dem Kameramann bei den Vorbereitungen. Es ist spannend, denn man hat ganz viele Leute um sich herum. Man ist den ganzen Tag auf den Beinen und abends müde und voller Eindrücke. Das Spezielle daran ist, dass wir nicht im Studio unsere Fiktion drehen müssen, sondern reale Ausbildungen oder Übungen filmen können.

Was war bis jetzt Ihr Highlight während Ihrem Praktikum im VBS?

Der Film über den Zivilschutz, bei dem alle Partnerorganisationen, wie Polizei, Feuerwehr und Sanität beteiligt waren. Dieser Film soll jungen Stellungspflichtigen auf eindrückliche Art und Weise zeigen, was Zivilschutz bedeutet. Das geht von jemandem, der das Protokoll für einen Führungsstab schreibt, bis zu jemandem der die Betreuung von evakuierten Personen übernimmt. Ich durfte dieses Projekt zusammen mit dem Zentrum elektronische Medien des VBS und freischaffenden Berufsleuten umsetzen. Ich weiss es sehr zu schätzen, dass ich inhaltlich viele Freiheiten hatte und mir grosses Vertrauen entgegen gebracht wurde.

Wie verstehen Sie sich mit Ihren Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen?

Meine Kolleginnen und Kollegen sind alles Spezialisten, welche eine unheimliche Fachkompetenz in ihrem Bereich haben. Es sind Personen mit spannenden Hintergründen und Funktionen, welche einmalig sind in der Schweiz. Einerseits ist es interessant solche Leute kennen zu lernen und andererseits sehr lehrreich mit ihnen zusammen zu arbeiten.
Auch mit französisch sprechenden Arbeitskollegen habe ich Kontakt. Bei ihnen erfahre ich eine Offenheit und Geselligkeit, die mir sehr entspricht. Und mein Französisch ist dadurch viel besser geworden.

Wissen Sie schon, wie es nach Ihrem Praktikum weiter geht?

Während meines Praktikums habe ich schnell erkannt, wo sich weitere berufliche Möglichkeiten ergeben. Ich wurde bereits inoffiziell angefragt, ob ich mir vorstellen könnte, weiterhin für das BABS tätig zu sein. Eine zweite Variante wäre ein Wechsel zum Zentrum elektronische Medien. Dort hatte ich schon Kontakt zu einzelnen Mitarbeitenden und könnte mir eine berufliche Weiterentwicklung gut vorstellen.