Medienmitteilungen
VBS
Eine Delegation des Bundesamts für Bevölkerungsschutz reist nach Österreich, um den Austausch mit den Amtskolleginnen und Amtskollegen zu stärken und die Katastrophe von Crans-Montana zu thematisieren
Eine Delegation des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (BABS) war am 29. und 30. Januar 2026 in Österreich, um dort die Amtskolleginnen und Amtskollegen der Direktion Organisation, Ressourcen und Krisenmanagement (ORK) zu treffen. Gegenstand der Diskussionen waren verschiedene künftige, aber auch aktuelle Themen, insbesondere die Brandkatastrophe von Crans-Montana, die in der Silvesternacht zahlreiche Opfer forderte. Erörtert wurde die effiziente Zusammenarbeit mit mehreren europäischen Ländern, die der Schweiz im Rahmen des EU-Katastrophenschutzmechanismus (UCPM) Hilfe leisteten.
Milano/Cortina 2026: Rekordanteil auch bei den Sportsoldatinnen und Sportsoldaten
94 der 175 Schweizer Athletinnen und Athleten an den Olympischen Winterspielen in Milano/Cortina sind Sportsoldatinnen und Sportsoldaten und werden von der Spitzensportförderung der Armee für Trainings und Wettkämpfe unterstützt. Damit erreicht die Spitzensportförderung der Armee einen neuen Höchstwert.
Sirenen und Alertswiss werden am 4. Februar 2026 getestet
Am Mittwoch, 4. Februar 2026, findet in der ganzen Schweiz der Sirenentest statt. Mit dem Test werden die rund 5'000 Sirenen Jahr für Jahr überprüft, damit sie im Ereignisfall zuverlässig alarmieren. Zum Test gehören auch Meldungen via die Alertswiss-App. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) fordert die Bevölkerung auf, den Test als Gelegenheit zur Überprüfung der persönlichen Vorsorge im Hinblick auf ein Ereignis zu nutzen.
Verschlechterte Bedrohungslage: Befristete Mehrwertsteuer-Erhöhung zur Stärkung der Sicherheit
Angesichts der verschlechterten geopolitischen Lage will der Bundesrat die Sicherheit und Verteidigung der Schweiz substanziell stärken. Dafür sind zusätzliche Mittel von rund 31 Milliarden Franken nötig – für zivile Bundesstellen mit Sicherheitsaufgaben sowie für die Armee. Zur Finanzierung sieht der Bundesrat eine befristete, zweckgebundene Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,8 Prozentpunkte ab 2028 für zehn Jahre vor. Diese zusätzlichen Einnahmen fliessen in einen verschuldungsfähigen Rüstungsfonds. Gemeinsam mit dem Entlastungspaket 2027 wird dadurch die Basis für einen ausgeglichenen Bundeshaushalt geschaffen. An seiner Sitzung vom 28. Januar 2026 hat der Bundesrat das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS beauftragt, dazu bis Ende März eine Vernehmlassungsvorlage auszuarbeiten.
Revision des Nachrichtendienstgesetzes: Bundesrat stärkt Früherkennung und Abwehr von Bedrohungen
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 28. Januar 2026 die Botschaft zum Grundpaket der Revision des Nachrichtendienstgesetzes (NDG) verabschiedet und ans Parlament überwiesen. Damit verbessert der Bundesrat insbesondere die Früherkennung und Abwehr von Bedrohungen durch Terrorismus, gewalttätigen Extremismus, Spionage und Cyberangriffe. Gleichzeitig stärkt die Revision die unabhängige Aufsicht über den Nachrichtendienst des Bundes (NDB).
Ernennungen und Mutationen von Höheren Stabsoffizieren der Armee
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 28. Januar 2026 folgende Ernennungen und Mutationen von Höheren Stabsoffizieren beschlossen.
G7-Gipfel in Evian: Assistenzdienst der Armee und eingeschränkte Luftraumnutzung
Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 28. Januar 2026 einen Assistenzdiensteinsatz der Armee zur Unterstützung der zivilen Behörden bei der Gewährleistung der Sicherheit während des G7-Gipfels in Évian-les-Bains (Frankreich) vom 15. bis zum 17. Juni 2026 gutgeheissen. Dieser subsidiäre Einsatz ergänzt die von den zivilen Behörden vorgesehenen Sicherheitsmassnahmen. Die Bundesversammlung befindet in ihrer nächsten Session, im März 2026, über den Einsatz.
armasuisse saniert Schiessplatz Langnau bei Reiden im Auftrag der Armee
In den kommenden Jahren saniert armasuisse im Auftrag der Armee den Schiessplatz Langnau bei Reiden. Die Sanierung beinhaltet Baumassnahmen, welche die Schiesslärmbelastung in der Umgebung senken. Mit dem Bauvorhaben einher gehen eine Altlastensanierung und auch eine Renaturierung des Weierbachs. Am 26. Januar 2026 informierten armasuisse sowie die Armee die Bevölkerung und Medien über die geplante Sanierung.
Armee zieht positive Bilanz nach WEF-Einsatz
Der Sicherungseinsatz der Armee zugunsten des Kantons Graubünden und das WEF-Jahrestreffen 2026 ist erfolgreich verlaufen. Täglich erfüllten rund 4700 Soldatinnen und Soldaten die Aufträge der Armee. Im geschützten Luftraum über Davos kam es zu zwei leichten Regelverletzungen.
Gemeinsame Trainings der Armee mit Frankreich für 2026
2026 trainieren Schweizer und französische Verbände der Truppengattungen Infanterie, Genie, Panzer und Artillerie gemeinsam. Diese Aktivitäten finden im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit der Schweizer Armee mit Frankreich statt. Sie ermöglichen es, die Interoperabilität zwischen den beiden Armeen zu vertiefen und die Verteidigungsfähigkeit zu stärken.
Brandkatastrophe Crans-Montana: Schweizer Fachteams unter Koordination des BABS besuchen Patientinnen und Patienten aus der Schweiz in ausländischen Verbrennungszentren
Die Schweiz hat zwei Swiss Contact Teams (SCTs) aufgebaut und entsendet sie in die europäischen Verbrennungszentren, die nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana in der Schweiz wohnhafte Patientinnen und Patienten behandeln. Dank internationaler Unterstützung konnten die Schwerverletzten die bestmögliche medizinische Versorgung in einer spezialisierten Klinik erhalten.
Der Chef der Armee nimmt an einem Empfang der NATO-Armeechefs in Brüssel teil
Am 21. Januar 2026 nimmt der Chef der Armee, Korpskommandant Bänz Roos, auf Einladung des Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses, Admiral Giuseppe Cavo Dragone, an einem Empfang der NATO-Armeechefs teil. Der Anlass in Brüssel ermöglicht dem neuen Chef der Armee einen ersten Austausch mit seinen europäischen Amtskollegen. Gesprächsthemen werden die Stärkung der Interoperabilität sowie die Möglichkeiten der Ausbildungskooperation sein.
Das BACS und der SIA rücken Cybersicherheit an der Swissbau 2026 in den Fokus
An der Messe für Bau- und Immobilienwirtschaft Swissbau 2026 in Basel vom 20. bis 23. Januar 2026 setzen das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) und der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) einen Schwerpunkt auf Cyberrisiken in der Bau- und Immobilienwirtschaft. Bei verschiedenen Veranstaltungen werden die zunehmende Bedrohungslage durch Cyberangriffe aufgezeigt und den Unternehmen konkrete Handlungsempfehlungen für die Cybersicherheit entlang der Lieferkette abgegeben.
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Funk- und Kabelaufklärung: Anforderungen werden umgesetzt
Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Urteil vom 19. November 2025 Anpassungen an der gesetzlichen Regelung der Funk- und Kabelaufklärung verlangt. Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) hat entschieden, das Urteil nicht weiterzuziehen und die Anforderungen im Nachrichtendienstgesetz (NDG) umzusetzen. Die Umsetzung erfolgt voraussichtlich in einem eigenen Revisionspaket, um angesichts der verschärften Bedrohungslage die laufenden Arbeiten nicht zu verzögern.
Schweiz führte mit NATO-Partnern einen Forschungsworkshop zu Täuschtechnologien durch
Am 14. und 15. Januar 2026 führte das Bundesamt für Rüstung armasuisse gemeinsam mit der NATO Science and Technology Organisation (STO) einen Workshop zu Technologien über militärische Täuschung durch. Über 90 nationale und internationale Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Industrie und Verteidigung diskutierten über den aktuellen technologischen Stand sowie zukünftige Herausforderungen.
Das Programm der Mitglieder des Bundesrates am WEF-Jahrestreffen 2026
Nächste Woche findet in Davos das 56. Jahrestreffen des World Economic Forum (WEF) statt. Vier Mitglieder des Bundesrates nehmen daran teil. Bundespräsident Guy Parmelin eröffnet den Anlass am Dienstag, 20. Januar 2026, gemeinsam mit den beiden interimistischen Co-Vorsitzenden des Stiftungsrats, André Hoffmann und Larry Fink, sowie dem WEF-Präsidenten und CEO Børge Brende.
Rüstungschef führt bilaterale Gespräche mit dänischem Amtskollegen in Kopenhagen
Der Rüstungschef, Urs Loher, trifft sich vom 15. bis 16. Januar 2026 mit dem dänischen Rüstungsdirektor, Lieutnant-General Kim J. Jørgensen, für bilaterale Gespräche in Kopenhagen, Dänemark. Im Zentrum steht der Austausch zu aktuellen sicherheits- und rüstungspolitischen Themen sowie Kooperationsmöglichkeiten im Rüstungsbereich. Zudem findet die Unterzeichnung der bilateralen Vereinbarung über die gegenseitige Anerkennung von amtlichen Güteprüfungen zwischen der Schweiz und Dänemark statt.
Cyberresilienz im globalen Dialog: Das BACS am WEF 2026
Durch die Teilnahme von Florian Schütz am World Economic Forum (WEF) 2026 nutzt das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) die internationale Plattform, um den Dialog mit Politik, Wirtschaft und Fachkreisen zu zentralen Fragen der Cybersicherheit zu vertiefen. Dazu führt das BACS während des WEF eine Fachveranstaltung zum Thema der geopolitischen Entwicklung, den Führungsrollen bei Schlüsseltechnologien und der digitalen Souveränität durch. Wie bereits in den Vorjahren unterstützt das BACS zudem die Organisation des WEF beim Schutz des Cyberraums.
Neuer Kommandant Lehrverband Infanterie
Oberst i Gst Marc Schibli, zurzeit Chef Operationsgruppe A im Kommando Operationen, wird per 1. Februar 2026 neuer Kommandant Lehrverband Infanterie und zum Brigadier befördert. Er übernimmt diese Funktion von Brigadier Peter Baumgartner, der vorzeitig in den Ruhestand tritt. Der Bundesrat hat diese Ernennung an seiner Sitzung vom 14. Januar 2026 beschlossen.
Bundesrat unterstützt Olympische Winterspiele 2038 in der Schweiz
Der Bundesrat steht Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2038 in der Schweiz positiv gegenüber und sieht die grossen Chancen, die ein solcher internationaler Grossanlass für Sport und Gesellschaft bietet. An seiner Sitzung vom 14. Januar 2026 hat der Bundesrat die Eckwerte für die Unterstützung des Sport-Grossanlasses in die Vernehmlassung geschickt. Der Grundsatz- und Planungsbeschluss sieht einen Bundesbeitrag von maximal 200 Millionen Franken vor, dies ohne Haftung für Defizite.
Publikationshinweis: Anpassung der Frist für das Vernehmlassungsverfahren zur Anpassung der Rechtsform RUAG MRO Holding AG auf den 21. April 2026
Der Versand der offiziellen Vernehmlassungseinladungen für die am 26. November 2025 eröffnete Vernehmlassung (betrifft Medienmitteilung «Neue Rechtsform für RUAG MRO: Vernehmlassung zu Überführung in spezialgesetzliche Aktiengesellschaft» vom 26. November 2025) ist noch ausstehend. Daher hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 14. Januar 2026 die Vernehmlassungsfrist angepasst. Die Vernehmlassung dauert bis am 21. April 2026.
Nutzung von Synergien: Gruppe Verteidigung übernimmt Projektleitung für das Mobile Sicherheitskommunikationssystem
Das Mobile Sicherheitskommunikationssystem (MSK) löst bis 2035 das bestehende Polycom-Netz ab und bildet das Rückgrat der sicheren Kommunikation für Bund, Kantone und Betreiber kritischer Infrastrukturen. Um Synergien mit dem Projekt Telekommunikation der Armee besser zu nutzen, hat der Chef VBS, Bundesrat Martin Pfister, die Projektverantwortung neu dem Kommando Cyber der Gruppe Verteidigung zugewiesen. Bislang wurde das Vorhaben vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS geleitet.
Aktuelle Zahlen zu den Offset-Geschäften per Ende 2025
Das Offset-Register umfasst aktuell achtzehn Beschaffungsprojekte mit Offset-Verpflichtungen in der Höhe von 5,42 Milliarden Schweizer Franken, die von ausländischen Lieferanten mit Schweizer Unternehmen und Forschungseinrichtungen abgewickelt werden müssen. Davon sind per Ende 2025 Offset-Geschäfte in der Höhe von rund 2,85 Milliarden Schweizer Franken durchgeführt worden.
World Economic Forum 2026: Armee zum Konferenzschutz im Einsatz
Die Schweizer Armee unterstützt den Kanton Graubünden bei den Sicherheitsmassnahmen für das Jahrestreffen des World Economic Forum (WEF) 2026 in Davos. Heute Montag rückt das Gros der Truppe zum Assistenzdienst ein.
Rekrutenschulstart 1/26: 12’704 Rekrutinnen und Rekruten werden für die Verteidigung ausgebildet
Die erste Rekrutenschule 2026 beginnt heute Montag, 12. Januar. 12’704 Rekrutinnen und Rekruten sowie 2’728 Kader starten ihre Grundausbildung. Diese ist konsequent auf die Verteidigungsfähigkeit ausgerichtet. Der Anteil der Frauen liegt bei 2,4 Prozent.
Ansprache von Bundesrat Martin Pfister an der Dreikönigstagung
Ansprache von Bundesrat Martin Pfister, Chef des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), an der Dreikönigstagung des Verlegerverbandes Schweizer Medien in Zürich, Donnerstag, 8. Januar 2026.
Nationaler Trauertag in Gedenken an die Opfer von Crans-Montana
Der kommende Freitag, 9. Januar 2026, ist landesweit der Erinnerung an die Todesopfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana, der Solidarität mit den Verletzten und der Verbundenheit mit allen Betroffenen gewidmet. An diesem Trauertag lädt Bundespräsident Guy Parmelin zusammen mit den Schweizer Kirchen die Bevölkerung zu einer landesweiten Schweigeminute und einem Moment des Gedenkens ein. Im ganzen Land werden die Kirchenglocken läuten. In Martigny im Wallis findet an diesem Tag eine Gedenkzeremonie statt.
Eine neue strategische Ausrichtung für die amtliche Vermessung in der Schweiz
Koordiniert durch das Bundesamt für Landestopografie, erhält die Schweiz eine neue strategische Ausrichtung für ihre amtliche Vermessung. Diese soll dazu beitragen, die Verlässlichkeit, Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der amtlichen Geodaten zu verbessern und gleichzeitig neue Technologien zum Nutzen der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Verwaltungen zu integrieren.
Brand in Crans-Montana: 35 Patientinnen und Patienten konnten im Rahmen des europäischen Zivilschutzmechanismus in spezialisierte Kliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien gebracht werden
Dank grosser Unterstützung zahlreicher europäischer Länder wurden seit dem 2. Januar 2026 35 Patientinnen und Patienten über den Prozess des Union Civil Protection Mechanism (UCPM) von Spitälern in der Schweiz in spezialisierte Kliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien verlegt. Zahlreiche Staaten haben der Schweiz Hilfsangebote gemacht.
Brand in Crans Montana: Patienten werden zur Behandlung in spezialisierte Kliniken in Europa verlegt
Für die bestmögliche Behandlung der Verbrennungsopfer des Brands in Crans Montana erhält die Schweiz Unterstützung im Rahmen des europäischen Zivilschutzmechanismus (Union Civil Protection Mechanism UCPM). Verbrennungsopfer können mittels des Mechanismus aus Schweizer Spitälern in spezialisierten Kliniken für Brandverletzte in verschiedenen europäischen Ländern aufgenommen werden. Die Verlegungen sind medizinisch dringlich.
Bundesrat heisst Bericht zu den Kosten der Armee gut
Die bezifferbaren Gesamtkosten der Armee lagen im Jahr 2023 bei 8510 Millionen Franken. Dies geht aus dem Bericht hervor, den der Bundesrat an seiner Sitzung vom 12. Dezember 2025 in Erfüllung des Postulats Pointet (22.3410) gutgeheissen hat. Die schrittweise Erhöhung der Armeeausgaben richtet sich jedoch nach dem Zahlungsrahmen der Armee und nicht nach den Gesamtkosten. Damit ist die Erhöhung auf 1 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) noch nicht erreicht. Der Bericht wirft zudem ein Schlaglicht auf den Nutzen der Armee und ihre aktuellen Limiten in ausgewählten Bedrohungs- und Gefahrenszenarien.
Zusammenarbeit Schweiz–Nato: Die Ziele der Kooperation für 2025 bis 2028 sind festgelegt
Die Schweiz und die Nato haben die Ziele ihrer Zusammenarbeit für die Periode von 2025 bis 2028 definiert. Die Erarbeitung des Individually Tailored Partnership Programme (ITPP) erfolgt im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden (PfP) der Nato, an welcher die Schweiz seit 1996 teilnimmt. Die vereinbarten Aktivitäten entsprechen der Absicht des Bundesrates, die internationale Zusammenarbeit in der Sicherheitspolitik zu intensivieren.
Nachfolge Direktorin Bundesamt für Bevölkerungsschutz: Bundesrat Martin Pfister setzt Findungskommission ein
Bundesrat Martin Pfister setzt für die Suche einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers für die Direktorin des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (BABS), Michaela Schärer, eine breit abgestützte Findungskommission ein. Sie wird geeignete Kandidaturen evaluieren und dem Chef VBS vorlegen. Die Wahl erfolgt durch den Bundesrat.
Waffenplatz Chur: Brandschutz am Zielhang Calanda wird fortgesetzt
Am 18. Dezember lassen armasuisse und die Armee zum achten Mal seit 2004 am Zielhang Calanda auf dem Schiessplatz Rossboden/Rheinsand in Chur Teilflächen von Restgrasbeständen kontrolliert abbrennen. Potenzielle Brände werden mit dieser Massnahme in ihrer Intensität und Ausbreitung gehemmt, was die Sicherheit bei Schiessübungen deutlich erhöht.
Der Chef der Armee auf Truppenbesuch in Kosovo sowie Bosnien und Herzegowina
Am 18. und 19. Dezember 2025 besucht der Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli, in Kosovo sowie in Bosnien und Herzegowina die Truppen, die einen Beitrag zur militärischen Friedensförderung leisten. Bei dieser Gelegenheit trifft er auch den Kommandanten der Kosovo Force (KFOR) sowie den Kommandanten der Mission Althea der European Union Force (EUFOR).
Taskforce Drohnen erprobt Technologiereife von Angriffs- und Abwehrdrohnen
Vom 8. bis 19. Dezember 2025 werden auf dem Schiessplatz Hinterrhein (GR) Schweizer Angriffs- und Abwehrdrohnen erprobt. Ziel ist eine Markterkundung und qualitative Abschätzung der eingesetzten Drohnensysteme, um die Technologiereife zu erfassen. Die technischen Erprobungen werden von der Taskforce Drohnen durchgeführt mit Beteiligung des Bundesamts für Rüstung armasuisse, der Schweizer Armee und weiteren Partner. Sie soll den Fähigkeitsaufbau des Militärs im Drohnenbereich beschleunigen und Industrie, Wissenschaft und Militär zusammenbringen.
Neuer, einfacherer Zugang für Armeeangehörige: Dienstmanager neu mit AGOV nutzbar
Seit dem 15. Oktober 2025 steht Angehörigen der Armee neben dem bisherigen V-Login auch das neue behördenübergreifende AGOV-Login zur Anmeldung im Dienstmanager zur Verfügung. Damit wird der Zugang erleichtert und standardisiert, AGOV ist das Behörden-Login der Schweiz und wird von Bund, Kantonen und Gemeinden eingesetzt.
Waffenplatz Brugg: Aufwertung der Naturschutzzone Auschachen in Folge des Neubaus eines Munitionsmagazins
Im Herbst 2025 haben der Kanton Aargau, die Stadt Brugg, Pro Natura Aargau, das Waffenplatzkommando Brugg und armasuisse eine Vereinbarung unterzeichnet, um das Waffenplatzgelände bei der Naturschutzzone Auschachen in Brugg (AG) aufzuwerten. Ein Teil der ökologischen Aufwertungen dient als Ausgleich für den kürzlich realisierten Neubau eines Munitionsmagazins.
Air2030: Schweiz beschafft maximal mögliche Anzahl Kampfflugzeuge F-35A
An seiner Sitzung vom 12. Dezember hat der Bundesrat das weitere Vorgehen beim Kauf des F-35A bestimmt. Er beauftragt das VBS die maximal mögliche Anzahl Flugzeuge des Typs F-35A innerhalb des von der Stimmbevölkerung beschlossenen Finanzrahmens von 6 Milliarden Franken zu beschaffen. Aufgrund der absehbaren Mehrkosten ist es aus finanzpolitischer Sicht nicht möglich, die ursprünglich vorgesehene Anzahl von 36 F-35A zu halten. Durch den Entscheid des Bundesrates benötigt es keinen Zusatzkredit und es wird dem Volkswillen entsprochen.
Für eine umfassende Sicherheit: Vernehmlassung zur Sicherheitspolitischen Strategie der Schweiz
Aufgrund der verschlechterten Bedrohungslage richtet der Bundesrat die Sicherheitspolitik der Schweiz für die kommenden Jahre neu aus. Dazu erarbeitete er eine sicherheitspolitische Strategie. Sie bezieht alle Mittel von Bund und Kantonen mit ein. Die Resilienz stärken, den Schutz und die Abwehr verbessern, die Verteidigungsfähigkeit erhöhen – dies sind die Stossrichtungen, mit welchen der Bundesrat der verschärften Lage begegnen will. An seiner Sitzung vom 12. Dezember 2025 hat der Bundesrat die Vernehmlassung zur sicherheitspolitischen Strategie der Schweiz eröffnet und die Departemente beauftragt, mit der Umsetzung zu beginnen.
Ernennungen und Mutationen von Höheren Stabsoffizieren der Armee
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Dezember 2025 folgende Ernennungen und Mutationen von Höheren Stabsoffizieren beschlossen.
Bundesrat verabschiedet Strategie Digitale Schweiz 2026
Der Bundesrat hat am 12. Dezember 2025 die aktualisierte Strategie Digitale Schweiz für das Jahr 2026 verabschiedet und wie üblich drei Fokusthemen festgelegt. Die Fokusthemen für nächstes Jahr sind: digitale Souveränität, digitaler Gaststaat und die Einführung der E-ID. Damit identifiziert der Bundesrat aktuelle Schwerpunkte.
Bericht über den Einfluss von künstlicher Intelligenz in der Cybersicherheit
Der Bundesrat hat im Rahmen des Berichtes «Chancen und Risiken bei KI-Systemen in der Cybersicherheit» in Erfüllung des Postulats 23.3861 Gerhard Andrey überprüft, wie das Aufkommen von künstlicher Intelligenz (KI) die Cybersicherheit beeinflusst und inwiefern die Nationale Cyberstrategie (NCS) den sich rasch verändernden KI-Entwicklungen gerecht wird. Der Bericht, den der Bundesrat an seiner Sitzung vom 12. Dezember 2025 gutgeheissen hat, kommt zum Schluss, dass KI als Katalysator bestehender Entwicklungen in der Cybersicherheit wirkt, jedoch nicht deren grundlegende Prinzipien verändert. Künftig sollen aber in der NCS KI-Projekte klarer ausgewiesen werden, um Transparenz zu schaffen und eine gezielte Steuerung zu ermöglichen.
Der Chef Kommando Operationen besucht das Einsatzführungskommando der italienischen Streitkräfte
Der Chef Kommando Operationen, Korpskommandant Laurent Michaud, besucht am 12. Dezember 2025 das Hauptquartier des Comando Operativo di Vertice Interforze (COVI) der italienischen Streitkräfte in Rom. Dieser Arbeitsbesuch ermöglicht die Stärkung der Beziehungen der Schweizer Armee zu ihrem internationalen Partner.
Der Kanton Waadt und der Bund bestätigen die Übernahme des Waffenplatzes Moudon
Die Waadtländer Regierung und der Bund als Eigentümer des Waffenplatzes Moudon haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Auf dem Waffenplatz Moudon im Waadtländer Broye-Bezirk soll künftig die neue Waadtländer Polizeiakademie entstehen. Die Armee wird ihrerseits voraussichtlich Ende 2027 den Standort Moudon verlassen. Der Kanton Waadt wird die Polizeiakademie zwischen 2030 und 2032 nach Moudon verlegen, sofern die erforderlichen Umbau- und Anpassungsarbeiten rechtzeitig abgeschlossen sind. Längerfristig könnte der Standort als Ausbildungszentrum auch von anderen Sicherheitspartnern genutzt werden.
Sicherheitspolitische Gespräche zwischen der Schweiz und Österreich
Am 11. Dezember 2025 finden Gespräche zwischen den Verteidigungsministerien der Schweiz und Österreichs in Wien statt. Ziel des sicherheitspolitischen Dialogs ist es, die bilaterale Zusammenarbeit in diesem Bereich zu stärken. Im Fokus steht die aktuelle Lage in Europa sowie die Entwicklung der transatlantischen Beziehungen.
Waffenplatz Thun: Arealpartnerschaft erhöht Sicherheit bezüglich Stromversorgung deutlich
Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), die RUAG Real Estate AG und die AVAG Umwelt AG haben eine Stromnetzpartnerschaft gegründet. Die Partner legen ihre Stromnetze auf dem Waffenplatz Thun zusammen. Dieser Schritt erhöht die Versorgungssicherheit und Resilienz deutlich und entlastet das öffentliche Stromnetz.
Kommando Cyber der Schweizer Armee trainierte an der «Cyber Coalition 25»
Das Kommando Cyber trainierte vom 24. November bis 4. Dezember 2025 in der internationalen Cyber-Defence-Übung der NATO «Cyber Coalition 25». Im Fokus standen der Einsatz von Mission Defence Teams (MDT), ihr Zusammenspiel mit der Berufsorganisation des Kommandos Cyber sowie die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern. Die Fähigkeiten und die Einbindung von MDT stärken die Verteidigungsfähigkeit der Armee.
Das Behörden-Login der Schweiz AGOV lanciert öffentliches Bug-Bounty-Programm
AGOV, das Behörden-Login der Schweiz, erweitert die fortlaufenden Sicherheitsüberprüfungen mit einem öffentlichen Bug-Bounty-Programm: Interessierte können ab dem 8. Dezember 2025 allfällige Schwachstellen von AGOV melden und werden für Fundstellen mit marktüblichen Prämien vergütet.
Michaela Schärer verlässt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 5. Dezember 2025 der einvernehmlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit der Direktorin des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS, Michaela Schärer, zugestimmt. Für eine geordnete Nachfolgeregelung wurde der Austritt auf Ende April 2026 festgelegt.
