Medienmitteilungen
VBS
Botschafterin Pälvi Pulli verlässt das Staatssekretariat für Sicherheitspolitik SEPOS
Die stellvertretende Staatssekretärin für Sicherheitspolitik, Botschafterin Pälvi Pulli, hat den Aufbau des neu gegründeten Staatssekretariates massgeblich geprägt. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) und Botschafterin Pulli haben sich einvernehmlich auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses verständigt. Sie verlässt ihre Funktion auf der Basis einer gemeinsamen Vereinbarung per Ende Oktober 2026.
Staatssekretär für Sicherheitspolitik empfängt moldauischen Amtskollegen für sicherheitspolitischen Dialog
Markus Mäder, Staatssekretär für Sicherheitspolitik, empfängt am 9. Juli 2026 den moldauischen Staatssekretär Ghenadie Cojocaru zum zweiten sicherheitspolitischen Dialog zwischen den Verteidigungsministerien. Im Zentrum der Gespräche stehen die verschärfte Bedrohungslage in Europa, hybride Angriffe sowie die multilaterale und bilaterale Zusammenarbeit.
Bundesrat Martin Pfister auf Arbeitsbesuch in Schweden
Bundesrat Martin Pfister, Chef des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), reist am 9. Juli 2026 nach Stockholm. Im Mittelpunkt des Arbeitsbesuchs stehen Gespräche mit dem schwedischen Verteidigungsminister Pål Jonson und dem Minister für Zivile Verteidigung Carl-Oskar Bohlin. Bundesrat Pfister informiert sich über Schwedens Konzept der Gesamtverteidigung («Total Defence») und dessen Bedeutung für die Bewältigung der verschärften Sicherheitslage in Europa. Zudem besucht er das Life Guards Regiment der schwedischen Streitkräfte. Er wird von Mitgliedern der sicherheitspolitischen Kommissionen begleitet.
F-35A-Beschaffung: Weitere Offset-Vorhaben stärken Schweizer Industrie – Zielwerte werden klar übertroffen
armasuisse und Lockheed Martin konkretisieren mit einem Nachtrag zur bestehenden Offset-Vereinbarung weitere Vorhaben zur F-35A-Beschaffung. Diese Projekte stärken gezielt sicherheitsrelevante Schlüsseltechnologien, industrielle Fähigkeiten und die Resilienz der Schweiz. Bei erfolgreicher Umsetzung werden die Vorgaben deutlich übertroffen: Insgesamt werden voraussichtlich Offset-Geschäfte im Umfang von rund 73 Prozent des Vertragswerts erreicht – statt der verlangten 60 Prozent. Auch die regionalen Zielwerte werden klar übertroffen: In der Romandie liegt der erwartete Anteil rund 40 Prozent über der Vorgabe; in der italienischsprachigen Schweiz wird der Zielwert voraussichtlich sogar um rund 140 Prozent übererfüllt.
Bundesrat Martin Pfister empfängt Österreichs Verteidigungsministerin Klaudia Tanner
Bundesrat Martin Pfister, Chef Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS, empfängt am 6. Juli 2026 die österreichische Bundesministerin für Landesverteidigung, Klaudia Tanner, zu einem offiziellen Besuch in der Schweiz. Im Zentrum der Gespräche stehen die sicherheitspolitische Zusammenarbeit der beiden neutralen Staaten sowie aktuelle europäische Sicherheitsfragen. Ein gemeinsamer Besuch bei Rheinmetall Air Defence widmet sich zudem der bodengestützten Luftverteidigung und der sicherheitspolitischen Bedeutung der Rüstungsindustrie in der Schweiz.
Rüstungschef empfängt die Rüstungsdirektoren aus Deutschland und Österreich für das jährliche trilaterale Gespräch in der Schweiz
Rüstungschef Urs Loher begrüsste am 1. und 2. Juli 2026 die Rüstungsdirektoren Deutschlands und Österreichs zu einem trilateralen Treffen in der Schweiz. Im Fokus der Gespräche standen aktuelle Rüstungsbeschaffungen sowie die Vertiefung der gemeinsamen Zusammenarbeit.
Kommunikationskanäle zur Sirenenfernsteuerung grösstenteils wieder hergestellt – Ursache bekannt
Die Störung der Geräte zur Sirenenfernsteuerung ist grösstenteils behoben. Die Kommunikationskanäle zwischen den Sirenenfernsteuerungsgeräten und den zentralen Komponenten des Systems wurden bei über 90% der rund 5’000 stationären Sirenen wieder hergestellt. Die Ursache für den Ausfall war ein Update einer Kommunikationssoftware. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) wertet die Störung mit den Lieferanten und den Kantonen aus und arbeitet an einer Lösung. Die Information, Warnung und Alarmierung der Bevölkerung ist trotz der Störung kontinuierlich gewährleistet worden: Die Sirenen konnten vor Ort ausgelöst werden.
Erdbeben in Venezuela: Rettungskette beendet ihren Einsatz, Schweiz setzt ihre humanitäre Hilfe fort
Die Zahl der Opfer der beiden starken Erdbeben in Venezuela steigt weiter an, und die Zerstörungen sind beträchtlich. Die Rettungskette Schweiz, die seit vergangenem Freitag im Einsatz war, um verschüttete Menschen zu bergen, hat ihren Einsatz beendet und kehrt in die Schweiz zurück. Die Schweiz setzt ihre Nothilfe fort und entsendet zur Unterstützung der Überlebenden Fachleute des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe.
Der Chef der Armee auf Besuch bei den Schweizer Truppen in Kosovo und in Bosnien und Herzegowina
Am 2. und 3. Juli 2026 besucht der Chef der Armee, Korpskommandant Benedikt Roos, die Armeeangehörigen, die in Kosovo und in Bosnien und Herzegowina einen Einsatz in der militärischen Friedensförderung leisten. Bei dieser Gelegenheit trifft er auch den Kommandanten der Kosovo Force (KFOR) sowie den Kommandanten der Mission EUFOR ALTHEA.
Erstes bilaterales Treffen von Bundesrat Martin Pfister mit seiner französischen Amtskollegin Catherine Vautrin in Paris
Bundesrat Martin Pfister, Chef des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), trifft am 1. Juli 2026 die französische Verteidigungsministerin Catherine Vautrin in Paris. Dieses erste offizielle Treffen dient der Kontaktaufnahme und der Abstimmung der Zusammenarbeit. Der Besuch unterstreicht die Wichtigkeit der bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Frankreich in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung.
VBS stärkt internationale Zusammenarbeit in der Sicherheitspolitik
Die internationale Zusammenarbeit in der Sicherheitspolitik gezielt zu fördern ist ein strategischer Schwerpunkt des VBS. Dazu werden internationale Aufgaben im Staatssekretariat für Sicherheitspolitik (SEPOS) neu gebündelt und die internationale Kooperation auf sicherheits- und verteidigungspolitischer Ebene verstärkt. Damit kann sich die Armee konsequenter auf die Verteidigung ausrichten.
Schweizweite Panne bei den Geräten zur Sirenenfernsteuerung
Eine Panne bei der Kommunikation mit den Sirenenfernsteuerungsgeräten hat dazu geführt, dass die rund 5’000 stationären Sirenen in der Schweiz nicht mehr aus den Einsatzzentralen der Kantonspolizeien ausgelöst werden können. Die Alarmierung der Bevölkerung ist jedoch weiterhin gewährleistet – die Sirenen können durch die zuständigen Behörden vor Ort ausgelöst werden. Die Alertswiss-App und -Website, verbreitungspflichtige Radiomeldungen sowie die rund 2’200 mobilen Sirenen stehen für die Information, Warnung und Alarmierung der Bevölkerung weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung.
Rekrutenschulstart 2/26: 8’289 Rekrutinnen und Rekruten werden für die Verteidigung ausgebildet
Die zweite Rekrutenschule 2026 beginnt heute Montag, 29. Juni. 8’289 Rekrutinnen und Rekruten sowie 2’468 Kader starten ihre Grundausbildung. Diese ist konsequent auf die Verteidigungsfähigkeit ausgerichtet. Rekrutinnen und Rekruten werden deshalb erstmals an den mit dem Rüstungsprogramm 2025 beschafften Minidrohnen ausgebildet.
«Conex 26» bestätigt Einsatzbereitschaft der Armee – weitere Lehren für die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit
Die Territorialdivision 2 hat die Übung «Conex 26» erfolgreich abgeschlossen. Rund 3500 Angehörige der Armee haben während vier Wochen in der Nordwestschweiz die Mobilisierung, den Einsatz in drei Arenen und die Führungsfähigkeit unter realistischen Bedingungen trainiert und überprüft. Die Übung hat wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung von Verfahren und Strukturen innerhalb der Armee geliefert.
«Sicherheit Schweiz 2026»: Keine Entwarnung für die Schweiz
Die Sicherheitslage der Schweiz hat sich weiter verschlechtert – eine Entwarnung ist nicht in Sicht. Die internationale Ordnung ist im Umbruch, rund um Europa häufen sich Krisen und Konflikte. Grösste und akuteste Bedrohung für Europa bleibt Russland; seine hybride Konfliktführung wird aggressiver und trifft die Schweiz direkt. Betroffen ist die Schweiz auf breiter Front – bei Spionage und Proliferation, im Cyberraum, bei kritischen Infrastrukturen, aber auch durch gewalttätigen Extremismus und die erhöhte Terrorbedrohung.
Stärkung der Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Schweizer Armee: Schweiz war Gastgeberin des 13. Treffens der Forschungsarbeitsgruppe Energie und Umwelt der Europäischen Verteidigungsagentur
Über 70 Fachpersonen aus 18 europäischen Nationen kamen am 23. und 24. Juni 2026 zum Treffen der «Energy and Environment Capability Technology Group» (EnE CapTech) der Europäischen Verteidigungsagentur (EVA) in Zürich zusammen. Vertreterinnen und Vertreter aus Verteidigungsministerien, EU- Organisationen, Industrie sowie Forschung von EU-Mitgliedstaaten und Partnerstaaten diskutierten über Herausforderungen und Lösungen, um die europäische Forschung und Technologieentwicklung im Energiebereich zu fördern und damit die Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Streitkräfte der beteiligten Staaten zu stärken.
Bodengestützte Luftverteidigung grösserer Reichweite: VBS nimmt Verhandlungen für zweites System auf
Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 24. Juni 2026 Beschlüsse zum weiteren Vorgehen bei der Beschaffung der bodengestützten Luftverteidigung grösserer Reichweite gefällt. Die Zahlungen für Patriot werden wieder aufgenommen, um das Projekt mit möglichst geringer Verzögerung und möglichst tiefen Mehrkosten voranzutreiben. Zudem dient dies dazu, andere Beschaffungen aus den USA nicht zu gefährden. Parallel dazu nimmt das Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS Vertragsverhandlungen mit Herstellern aus Frankreich, Israel und Südkorea für ein zweites System auf, um den Schutz vor Angriffen aus der Distanz rasch zu stärken.
Mehrwertsteuer für die Sicherheit: Bundesrat passt Erhöhung auf 0,5 Prozentpunkte an
Der Bundesrat will die Sicherheit und Verteidigung der Schweiz stärken und dafür die Mehrwertsteuer befristet erhöhen. An seiner Sitzung vom 24. Juni 2026 hat er dazu weitere Beschlüsse gefasst. Um die Belastung von Bevölkerung und Wirtschaft tiefer zu halten und die Ergebnisse der Vernehmlassung zu berücksichtigen, reduziert er die vorgesehene Erhöhung des Normalsatzes von 0,8 auf 0,5 Prozentpunkte und verzichtet auf eine Anpassung des reduzierten Satzes für Lebensmittel und Medikamente. Die zusätzlichen Einnahmen fliessen vollständig in Rüstungsausgaben der Armee. Weitere Sicherheitsausgaben werden über den Bundeshaushalt finanziert. Weitgehend unumstritten ist der verschuldungsfähige Rüstungsfonds, um dringende Beschaffungen zu beschleunigen und die Sicherheit der Schweiz rasch zu verbessern.
Matteo Pintonello wird Stellvertretender Generalsekretär und Chef Ressourcen im VBS
Der Chef VBS, Bundesrat Martin Pfister, hat Matteo Pintonello per 1. November 2026 zum Stellvertretenden Generalsekretär und Chef Ressourcen des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS ernannt. Der Bundesrat wurde in seiner Sitzung vom 24. Juni 2026 über die Ernennung informiert.
Einführung der Sicherheitsdienstpflicht: Bundesrat legt erste Eckwerte und weiteres Vorgehen fest
Den Bevölkerungsschutz stärken und die personellen Bestände der Armee und des Zivilschutzes langfristig sichern: Dieses Ziel verfolgt die Sicherheitsdienstpflicht. Das Parlament hat einen entsprechenden Auftrag 2025 an den Bundesrat überwiesen. Der Bundesrat hat am 24. Juni 2026 Eckwerte zur Einführung einer Sicherheitsdienstpflicht beschlossen. Zivilschutz und Zivildienst sollen zu einem Katastrophenschutz fusioniert werden. Der Bund konsultiert nun die Kantone zu diesen Eckwerten.
Bundesrat verabschiedet die strategischen Ziele 2026–2029 für die RUAG International Holding AG
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 24. Juni 2026 die strategischen Ziele für die RUAG International Holding AG (RUAG International) für die Jahre 2026–2029 verabschiedet. Nach dem Entscheid des Parlaments, die Kontrolle über die Beyond Gravity zu behalten, positionieren die neuen Ziele die RUAG International bzw. deren operative Tochtergesellschaft Beyond Gravity als global tätiges Schweizer Weltraumunternehmen und richten sie unter anderem stärker auf ein breites sicherheitspolitisches Interesse und die Stärkung der Schweizer Weltraum-Resilienz aus.
Die Schweiz und Frankreich stärken ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der militärischen Ausbildung
Die Schweizer Armee und die französischen Streitkräfte vertiefen und stärken ihre Zusammenarbeit mit der Unterzeichnung eines Mehrjahresprogramms auf dem Gebiet der militärischen Ausbildung. Darin werden die gemeinsamen strategischen Ziele festgelegt und die prioritären Bereiche, in denen der Austausch und die Zusammenarbeit verstärkt werden, identifiziert. Das Programm trägt zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit der beiden Streitkräfte bei.
Breites Echo in der Mitwirkung zum F-35A
Während der Mitwirkung zur Stationierung des F-35A auf den Militärflugplätzen Emmen, Meiringen und Payerne sind insgesamt rund 1’710 Eingaben von Privaten und Gemeinden eingegangen. Die Eingaben betreffen insbesondere die Grundlagen der Lärmberechnungen, die beantragten Erleichterungen, den Einbau von Schallschutzfenstern und die Entschädigungen. Rund 1'000 der Eingaben sprachen ihre Unterstützung für den Flugplatz Meiringen aus. Die betroffenen Gemeinden können bis Ende September Stellung zu den Eingaben nehmen. Das VBS wird die Eingaben nun prüfen und über die nächsten Schritte entscheiden.
Armee trainiert mit PC-21 in Deutschland
Vom 23. Juni bis 2. Juli 2026 führt die Pilotenschule der Schweizer Luftwaffe ein Ausbildungsmodul zusammen mit dem Taktischen Luftwaffengeschwader 73 «Steinhoff» in Laage bei Rostock (Deutschland) durch. Solche Ausbildungen mit dem Trainingsflugzeug Pilatus PC-21 finden jährlich auf verschiedenen Militärflugplätzen in Europa statt.
LAKE LUCERNE SUMMIT: Armeeeinsatz erfolgreich abgeschlossen
Die Schweizer Armee hat ihren Einsatz als Partnerin des Kantons Nidwalden für eine sichere Durchführung des LAKE LUCERNE SUMMIT auf dem Bürgenstock NW erfolgreich abgeschlossen. Pro Tag standen rund 1300 Armeeangehörige im Einsatz. Im eingeschränkten Luftraum kam es zu insgesamt 5 Verstössen. Zwei Luftfahrzeuge wurden durch die Luftwaffe aus dem gesperrten Luftraum eskortiert.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz veröffentlicht für Jugendliche eine Lerneinheit zu Katastrophen und Notlagen
Angesichts der Verschärfung der internationalen Sicherheitslage und der Zunahme von Naturgefahren und gesellschaftlichen Gefährdungen gewinnt die Sensibilisierung der Zivilgesellschaft an Bedeutung. Vor dieser Ausgangslage hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) eine freiwillige Lerneinheit für Jugendliche zu Katastrophen und Notlagen in der Schweiz herausgegeben. Lehrpersonen, die Kenntnisse und Handlungsfähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler in diesem Bereich erweitern möchten, erhalten damit konkrete Unterstützung.
Trainieren für die Verteidigung: Armee legt Grundstein für «TRIAS 27» in Deutschland
Verteidigen können – dafür trainiert die Schweizer Armee. 2027 tut sie das erneut im Ausland: In «TRIAS 27» üben rund 1'000 Armeeangehörige im Gefechtsübungszentrum des deutschen Heeres in Gardelegen, zwischen Hannover und Berlin, zusammen mit deutschen und österreichischen Verbänden den Kampf im überbauten Gelände. Den Anfang macht jetzt ein Vordetachement von rund 70 Schweizer Armeeangehörigen, das nach Deutschland aufbricht, um die Voraussetzungen für 2027 zu schaffen.
Der Bundesrat unterstützt Olympische und Paralympische Winterspiele 2038 in der Schweiz
Der Bundesrat steht Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2038 in der Schweiz positiv gegenüber. Er hat Anfang Jahr die Eckwerte für die Unterstützung des Sportgrossanlasses festgelegt. In der Vernehmlassung wurde der Planungsbeschluss nun grossmehrheitlich begrüsst. Er sieht einen Bundesbeitrag von 200 Millionen Franken vor. An seiner Sitzung vom 19. Juni hat der Bundesrat von den Ergebnissen der Vernehmlassung Kenntnis genommen und die Botschaft zuhanden des Parlaments verabschiedet.
Leitlinien für die Verteidigung: Bundesrat richtet Armee auf Verteidigungsfähigkeit aus
Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 19. Juni 2026 die Leitlinien für die Verteidigung gutgeheissen und damit die künftige Ausrichtung der Schweizer Armee festgelegt. Im Fokus der Stärkung der Verteidigungsfähigkeit stehen die Abwehr von hybriden Bedrohungen und Angriffen aus der Distanz. Dazu werden Einsatzkonzeption, Führungsstrukturen und Organisation angepasst. Unter anderem wird ein Drohnenbataillon bis 2028 aufgebaut und die Führungsstruktur verschlankt, was eine Reduktion der Anzahl Stäbe und Höherer Stabsoffiziere mit sich bringt. Die Rüstungsplanung zeigt auf, welche Rüstungsbeschaffungen notwendig sind, um die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit zu erreichen.
Bundesrat legt Bedeutung neuer Technologien für die Verteidigung dar
Angesichts der geopolitischen Herausforderungen und der rasanten technologischen Entwicklung ist es für die Schweiz zentral, sicherheitsrelevante Technologien im eigenen Land zu erhalten und aufzubauen. An seiner Sitzung vom 19. Juni 2026 hat der Bundesrat in diesem Sinne den Bericht «Neu entstehende Technologien in der Verteidigung» in Erfüllung des Postulats 24.3231 der Mitte-Fraktion gutgeheissen. Der Bericht liefert eine Übersicht über bestehende Initiativen zur Förderung der sicherheitsrelevanten Forschung, Entwicklung und Innovation in der Schweiz.
Bundesrat stärkt militärdiplomatische Präsenz im Nordosten Europas
An seiner Sitzung vom 19. Juni 2026 hat der Bundesrat das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS ermächtigt, das Dispositiv der Schweizer Verteidigungsattachés um eine neue Vertretung in Warschau, Polen, zu erweitern. Damit kann die Schweiz die Bedrohungslage in Nordosteuropa besser und frühzeitiger beurteilen. Die Eröffnung der neuen Vertretung ist für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen.
Umsetzung der Rüstungspolitik auf Kurs – Bundesrat nimmt ersten Jahresbericht zur Kenntnis
Der Jahresbericht zur Rüstungspolitischen Strategie 2025/2026 zeigt auf, dass die Umsetzung insgesamt auf Kurs ist. Einige Massnahmen wurden bereits umgesetzt, für alle anderen wurde die Umsetzung angestossen. Eine Herausforderung bleiben die rechtlichen Grundlagen für die Exporte von Rüstungsmaterial sowie die angespannte Situation auf dem Rüstungsmarkt. Der Bundesrat hat den Bericht in seiner Sitzung vom 19. Juni 2026 zur Kenntnis genommen.
G7-Gipfel: Positive Bilanz zum Einsatz der Schweizer Armee
Die Schweizer Armee hat ihren Sicherungseinsatz zum G7-Gipfel im französischen Évian-les-Bains erfolgreich abgeschlossen. Rund 4000 Armeeangehörige unterstützten die zivilen Sicherheitsorgane der Kantone Genf, Waadt und Wallis sowie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) bei der Gewährleistung der Sicherheit. Im Einsatz kam es zu keinen Zwischenfällen und im eingeschränkten Luftraum zu keinen Verstössen.
Projektstart für das Mobile Sicherheitskommunikationssystem (MSK)
Das Mobile Sicherheitskommunikationssystem (MSK) wird bis 2035 das bestehende Polycom-Netz ablösen und künftig die sichere Kommunikation von Bund, Kantonen und Betreibern kritischer Infrastrukturen gewährleisten. Mit der Unterzeichnung des Projektinitialisierungsauftrags haben die Bundesräte Martin Pfister und Beat Jans gemeinsam mit Landesfähnrich Jakob Signer (AI), Präsident der RK MZF, und Regierungsrätin Karin Kayser-Frutschi (NW), Präsidentin der KKJPD, den Startschuss für das Projekt gegeben. Damit startet das VBS gemeinsam mit den Partnern des Sicherheitsverbundes Schweiz (SVS) die Projektplanung und Durchführung für das Vorprojekt Mobile Sicherheitskommunikationssystem (MSK). Per Ende 2025 wurde die Projektverantwortung dem Kommando Cyber zugewiesen.
Besuch des stellvertretenden Rüstungschefs an der Eurosatory
Eine Delegation von armasuisse unter der Leitung des stellvertretenden Rüstungschefs Thomas Rothacher hat vom 15. bis 17. Juni 2026 die internationale Rüstungsmesse Eurosatory in Paris besucht.
Memorandum of Understanding zwischen den USA und dem Iran auf dem Bürgenstock: Assistenzdienst der Armee und Einschränkung des Luftraums vorgesehen
Der Bundesrat hat am 17. Juni 2026 einen Sicherungseinsatz der Armee im Rahmen eines Assistenzdienstes zur Unterstützung der zivilen Behörden am angekündigten Treffen zwischen den USA und der Islamischen Republik Iran am 19. Juni 2026 auf dem Bürgenstock gutgeheissen. Dieser Einsatz ist subsidiär und ergänzt die von den zivilen Behörden vorgesehenen Sicherheitsmassnahmen. Der Bundesrat hat zudem einer vorübergehenden Schliessung des Luftraums während des Treffens zugestimmt.
Das nationale geologische Modell: eine wichtige Grundlage für ein besseres Verständnis des Untergrunds
Mit dem Nationalen Geologischen Modell (NGM) entwickelt swisstopo eine digitale Darstellung des Schweizer Untergrunds. Diese nationale Dateninfrastruktur liefert die wesentlichen Grundlagen für die Planung und Umsetzung von Projekten in Bereichen wie Energie, Infrastruktur oder Naturgefahrenprävention. Die Veröffentlichung eines neuen geologischen 3D-Modells markiert einen wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung des Programms.
Schweizer Armee beseitigt 227 Blindgänger – Meldungen aus der Bevölkerung bleiben zentral
Die Spezialistinnen und Spezialisten des Kommandos für Kampfmittel- und Minenräumung (KAMIR) haben im Jahr 2025 227 Blindgänger gefunden und unschädlich gemacht. Diese Einsätze wurden grösstenteils durch Meldungen aus der Bevölkerung ermöglicht. Insgesamt gingen 855 Meldungen zu Munitionsfunden ein.
European Land Robot Trial (ELROB) 2026: Robotik für sicherheitsrelevante Einsätze
Vom 15. bis 19. Juni 2026 ist armasuisse Wissenschaft und Technologie (W+T) Gastgeberin des European Land Robot Trial (ELROB), in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer FKIE aus Deutschland sowie der RUAG AG. Über vier Tage wird der Waffenplatz in Thun zum Schauplatz für den Einsatz von Land-Robotern in realistischen militärischen und zivilen Szenarien. ELROB ist der etablierteste Anlass dieser Art in Europa.
Revision des Nachrichtendienstgesetzes: Umsetzung des Urteils zur Funk- und Kabelaufklärung beschleunigt
Der Bundesrat wird dem Parlament die überarbeiteten Rechtsgrundlagen zur Funk- und Kabelaufklärung zusammen mit den übrigen Bestimmungen im Zusatzpaket zur Revision des Nachrichtendienstgesetzes (NDG) vorlegen. Dies ist möglich, weil die Arbeiten zur Umsetzung des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts weit fortgeschritten sind. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS hat den Bundesrat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 informiert.
Roland Baumberger wird Stellvertretender Direktor von swisstopo
Der Chef VBS, Bundesrat Martin Pfister, hat Roland Baumberger per 1. Juli 2026 zum Stellvertretenden Direktor des Bundesamts für Landestopografie swisstopo ernannt. Der Bundesrat wurde in seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 über die Ernennung informiert.
Bundesrat modernisiert Alarmierung der Bevölkerung
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 die Ergebnisse der Vernehmlassung zur Multikanalstrategie für die Information, Warnung und Alarmierung der Bevölkerung zur Kenntnis genommen und die Stossrichtung der weiteren Arbeiten festgelegt. Künftig sollen Information, Warnung und Alarmierung über mehrere Kanäle erfolgen, insbesondere durch die Einführung der Handyalarmierung («Cell Broadcast») sowie die Weiterentwicklung bestehender Instrumente wie der Alertswiss-App und -Webseite. Zugleich hat der Bundesrat entschieden, die Aufhebung des Notfallradios IBBK vorerst zurückzustellen. Es soll vertieft geprüft werden, wie die Information der Bevölkerung in Schutzräumen künftig via Radio sichergestellt werden kann. Im Übrigen wird die Vernehmlassungsvorlage unverändert übernommen, einschliesslich der Übertragung der Zuständigkeit für die Sirenen vom Bund an die Kantone. Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS soll dem Bundesrat bis Ende 2026 die entsprechende Botschaft vorlegen.
Publikationshinweis: Dienstleistungen des Lufttransportdienstes des Bundes im Jahr 2025
Der Bundesrat wurde an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 über die Dienstleistungen des Lufttransportdienstes des Bundes (LTDB) im Jahr 2025 informiert. Insgesamt flog der LTDB für den Bundesrat und die Departemente 782 Stunden. Damit war der LTDB ähnlich ausgelastet wie im Vorjahr (759 Stunden).
Delegation der Armee beteiligt sich an Sanitätsübung der NATO in Estland
Vom 12. bis 19. Juni 2026 nehmen 11 Angehörige der Schweizer Armee an der multinationalen Übung Vigorous Warrior 26 in Estland teil. Im Zentrum der Übung stehen die Ausbildung und Weiterentwicklung der Militärmedizin unter realitätsnahen Einsatzbedingungen sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern.
Neun Armeeangehörige bei Verkehrsunfall verletzt
Heute Vormittag ist zwischen Challhöchi und Ifenthal (SO) ein Geschütztes Mannschaftstransportfahrzeug (GMTF) des Infanterie Bataillons 20 von der Strasse abgekommen. Beim Unfall wurden sieben Armeeangehörige mittelschwer und zwei weitere leicht verletzt. Die Militärjustiz hat eine Untersuchung eingeleitet.
Sachplan Militär – Kantone, Gemeinden und Bevölkerung können sich zur siebten Objektblattserie äussern
Das VBS hat die Anhörung und Mitwirkung zur siebten Serie der Objektblätter des Sachplans Militär eröffnet. Die betroffenen Kantone und Gemeinden können dazu bis am 7. September 2026 Stellung nehmen. Die Bevölkerung kann sich vom 12. Juni bis am 13. Juli 2026 zu den Entwürfen äussern.
G7-Gipfel in Évian: Die Schweiz engagiert sich für die Sicherheit des Gipfels
Wenige Tage vor dem G7-Gipfel in Évian-les-Bains haben Vertreterinnen und Vertreter des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), der Schweizer Armee und des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) gemeinsam mit den Kantonsbehörden in Genf die Massnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit des Treffens und zur Unterstützung der betroffenen Kantone Genf, Waadt und Wallis vorgestellt. Der von Frankreich organisierte Gipfel findet vom 15. bis 17. Juni 2026 statt. Bundespräsident Guy Parmelin wird die Staats- und Regierungschefinnen und -chefs der teilnehmenden Länder in Genf empfangen.
Schweizer Armee stärkt digitale Verteidigungsfähigkeit an NATO-Übung
Die Schweizer Armee nimmt an der multinationalen NATO-Interoperabilitätsübung CWIX 2026 teil, welche am 10. Juni im polnischen Bydgoszcz startet. In den kommenden drei Wochen arbeiten dort über 3500 Spezialistinnen und Spezialisten aus 41 Nationen gemeinsam an der Weiterentwicklung digitaler Fähigkeiten für multinationale Operationen. Der Fokus liegt auf der Vernetzung von Führungs- und Informationssystemen, sicheren Kommunikationslösungen und der Stärkung der digitalen Einsatzfähigkeit.
Inspektion militärischer Aktivitäten der Schweizer Armee durch Portugal
Auf Ersuchen von Portugal und mit Zustimmung der Schweiz trifft am 8. Juni 2026 eine vierköpfige Inspektionsgruppe in der Schweiz ein. Die Inspektion erfolgt im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).
armasuisse unterzeichnet Vertrag für neues Artilleriesystem
Die Schweizer Armee modernisiert ihre Artillerie. Die heutige Panzerhaubitze M109 stammt aus den 1960er-Jahren und wird durch ein neues System ersetzt. armasuisse hat dazu den Beschaffungsvertrag mit dem deutschen Hersteller KNDS Deutschland GmbH & Co. KG unterzeichnet.
